Airbus A330neo (Foto: Condor).
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Condor und American Airlines schließen Interline-Abkommen

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Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor und die US-amerikanische Fluggesellschaft American Airlines haben ein Interline-Abkommen zur Verknüpfung ihrer Streckennetze vereinbart.

Durch die Kooperation erhalten Passagiere von Condor Zugang zu Umsteigeverbindungen innerhalb der USA und Kanadas über die nordamerikanischen Zielflughäfen Boston, New York (JFK), Chicago O’Hare und Los Angeles. Im Gegenzug nutzen Kunden von American Airlines das Streckennetz von Condor über die Drehkreuze Frankfurt am Main und München für Weiterflüge nach Europa und zu weiteren internationalen Zielen.

Die Vereinbarung beinhaltet die Abwicklung von Multilegs auf einem durchgehenden Flugschein sowie das Durchchecken von Reisegepäck bis zum Zielort. Für Condor gewinnt die Partnerschaft insbesondere im Hinblick auf den Sommerflugplan 2027 an Bedeutung, in dem die Fluggesellschaft die Direktverbindung von Frankfurt nach Chicago wiederaufnehmen wird. Der Flughafen Chicago O’Hare dient American Airlines als eines der zentralen Drehkreuze für die Verteilung von Passagierströmen im nordamerikanischen Binnenmarkt.

Neben der seit mehr als zehn Jahren bestehenden Partnerschaft mit Alaska Airlines und der kürzlich getroffenen Vereinbarung mit Qantas baut Condor mit dem neuen Interline-Abkommen ihre Netzabdeckung außerhalb Europas weiter aus. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass solche Vereinbarungen für unabhängige Fluggesellschaften ohne Zugehörigkeit zu den großen globalen Luftfahrtallianzen wie Star Alliance oder SkyTeam essenziell sind, um konkurrenzfähige Zubringer- und Weiterflugverbindungen im internationalen Passagierverkehr anzubieten.

Branchenbeobachter merken jedoch an, dass ein reines Interline-Abkommen im Vergleich zu tiefgreifenderen Codeshare-Vereinbarungen oder transatlantischen Joint Ventures geringere Synergien bei der gemeinsamen Preisgestaltung und Flugplanabstimmung bietet. Die Wirksamkeit der Partnerschaft wird sich daran messen lassen, wie reibungslos die Gepäck- und Passagierabwicklung an den stark ausgelasteten US-Drehkreuzen verläuft und ob sich die Umsteigezeiten für die Reisenden effizient gestalten lassen.

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