
Rückkehr des letzten reaktivierten Airbus A380 in die Flotte von Etihad Airways
Die Fluggesellschaft Etihad Airways hat den Prozess der Reaktivierung ihrer Flotte des Typs Airbus A380 abgeschlossen. Der letzte verbliebene Vierstrahler mit dem Kennzeichen A6-APB traf nach einer Abstellzeit von sechseinhalb Jahren aus dem französischen Maintenance-Zentrum in Tarbes am Drehkreuz in Abu Dhabi ein. Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten reagiert mit diesem Schritt auf die anhaltend hohe Nachfrage auf wichtigen Langstreckenverbindungen und gleicht Kapazitätsengpässe bei der Auslieferung neuer Großraumflugzeuge aus. Von den ursprünglich zehn beschafften Maschinen dieses Typs befinden sich nun wieder neun Exemplare am Heimatflughafen, während ein Flugzeug im Jahr 2025 verwertet wurde. Die Rückkehr des Doppeldeckers verdeutlicht den veränderten Bedarf im internationalen Zivilflugverkehr, nachdem der Flugzeugtyp während der Pandemie von zahlreichen Betreibern vorübergehend stillgelegt worden war. Hintergründe der Stilllegung und Verlagerung nach Frankreich Im Frühjahr 2020 führte der weltweite Einbruch des Passagierverkehrs infolge der Covid-19-Pandemie dazu, dass zahlreiche Fluggesellschaften ihre Großraumflugzeuge aus dem regulären Liniendienst nahmen. Etihad Airways entschied sich damals für eine Einlagerung der gesamten A380-Flotte. Ein Teil der Maschinen verblieb zunächst am Flughafen Abu Dhabi, während mehrere Flugzeuge zum Tarbes-Lourdes-Pyrénées Airport im Südwesten Frankreichs geflogen wurden. Der französische Standort ist auf die Langzeitkonservierung, Wartung und Verwertung von Zivilflugzeugen spezialisiert. Über Jahre hinweg galt eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit dem vierstrahligen Modell bei der Fluggesellschaft als unwahrscheinlich. Das Management von Etihad Airways hatte öffentlich mehrfach angedeutet, dass der Weiterbetrieb wirtschaftlich schwer darstellbar sei und der Fokus künftig auf zweistrahligen Mustern wie der Boeing 787 und dem Airbus A350 liegen sollte. Die veränderten Rahmenbedingungen im globalen Luftverkehr








