Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) hat sich zum personellen Wechsel im Tourismusressort des Landes Salzburg geäußert.
Der scheidende Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll legte seine Funktion als Tourismusreferent nieder, woraufhin die Branchenvertretung seinen Einsatz für den regionalen Beherbergungssektor und die kooperative Zusammenarbeit lobte. ÖHV-Präsident und Salzburger Landesvorsitzender Walter Veit hob in einer Stellungnahme die kontinuierliche Gesprächsbereitschaft Schnölls sowie dessen Einbindung von Branchenanliegen bei politischen Entscheidungen hervor.
In der Amtszeit Schnölls wurden wesentliche verkehrs- und touristikpolitische Maßnahmen umgesetzt, darunter die Einführung des Guest Mobility Tickets für Übernachtungsgäste. Dieses Ticket ermöglicht Urlaubern die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im gesamten Bundesland Salzburg und zielte darauf ab, die Verkehrsströme in den stark frequentierten alpinen Regionen und der Landeshauptstadt besser zu steuern. Die Ausgestaltung öffentlicher Mobilitätsangebote gilt im Salzburger Tourismus als wichtiger Faktor zur Entlastung der regionalen Straßeninfrastruktur.
Die Agenden des Tourismusressorts übernimmt künftig Landeshauptfrau Karoline Edtstadler. Die ÖHV begrüßte die Bündelung der Branchenzuständigkeit bei der Landeshauptfrau angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen im Gastgewerbe. Die Hotellerie sieht sich derzeit mit steigenden Betriebskosten, Arbeitskräftemangel sowie volatilen Buchungszahlen konfrontiert, weshalb die Interessenvertretung eine enge Abstimmung zwischen Politik und Betrieben einfordert.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Übergabe des Tourismusressorts in eine Phase fällt, in der richtungweisende Entscheidungen zur Steuerung von Gästeströmen und zur Finanzierung lokaler Infrastrukturen anstehen. Ob die künftige Ressortführung die Erwartungen der Hotellerie an administrative Entlastung und verlässliche Rahmenbedingungen erfüllen kann, wird sich an den anstehenden politischen Vorhaben und Gesetzgebungsverfahren auf Landesebene zeigen.