Bei den diesjährigen Skytrax World Airline Awards in London wurde die österreichische Netzfluggesellschaft Austrian Airlines in mehreren Servicekategorien ausgezeichnet.
Die Lufthansa-Tochter erreichte den ersten Platz in den Kategorien „Best Cabin Crew in Europe“ sowie „Best Cabin Crew in Western Europe“. Im weltweiten Gesamtklassement für das beste Kabinenpersonal belegte Austrian Airlines als einzige europäische Fluggesellschaft eine Position unter den ersten 20 Rängen und kam auf Platz 19. In der Kategorie „Best Airline Staff in Europe“ belegte das Unternehmen den zweiten Platz.
Die Auszeichnungen beruhen auf einer internationalen Passagierbefragung, die das britische Marktforschungsinstitut Skytrax jährlich durchführt. Nach Angaben des Veranstalters bewerteten Fluggäste aus mehr als 100 Ländern über 325 Fluggesellschaften hinsichtlich verschiedener Bordservice- und Betreuungsparameter. Das Management von Austrian Airlines verwies bei der Bekanntgabe der Ergebnisse auf die Bedeutung der Servicequalität an Bord und am Boden, um sich im Wettbewerb der europäischen Netzcarrier zu behaupten.
Luftfahrtanalysten betonen regelmäßig, dass Befragungsergebnisse dieser Art zwar Aufschluss über das Image und die Kundenerwartungen geben, jedoch keine operativen Leistungskennzahlen widerspiegeln. So fließen Faktoren wie Pünktlichkeitsraten, die Quote gestrichener Flüge oder die finanzielle Ertragskraft der Fluggesellschaft nicht in die Erhebung von Skytrax ein. Gerade im europäischen Luftverkehr stehen Fluggesellschaften angesichts hohem Spardrucks und ständigen Kapazitätsengpässen an den Drehkreuzen vor der Aufgabe, vereinbarte Bordservicestandards im täglichen Flugbetrieb stabil aufrechtzuerhalten.
Für Austrian Airlines bedeutet das Resultat eine Positionierung im Servicebereich, während die Muttergesellschaft Lufthansa zeitgleich Effizienzprogramme und Flottenumstellungen innerhalb des Konzerns vorantreibt. Wie nachhaltig gute Umfrageergebnisse beim Passagierservice den wirtschaftlichen Gesamterfolg der Fluggesellschaft stützen, bleibt stark von den allgemeinen Kostenentwicklungen und der Nachfragedynamik auf den europäischen Strecken abhängig.