Mariazellerbahn (Foto: NB/Weinfranz).
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Verknüpfung von Schienenverkehr und Ausflugstourismus: Niederösterreich setzt auf bahnbasierte Freizeitangebote

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Das Land Niederösterreich und die Niederösterreich Werbung verstärken ihre Bemühungen, den regionalen Schienenverkehr enger mit dem Ausflugs- und Wandertourismus zu koppeln.

Wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, mitteilten, sollen Tagesausflüge und mehrtägige Aufenthalte verstärkt auf die Nutzung von regulären Bahnverbindungen, Erlebnisbahnstrecken und Nostalgiezügen ausgerichtet werden. Das Konzept sieht vor, Wanderrouten, kulturelle Sehenswürdigkeiten und gastgewerbliche Betriebe direkt an den Bahnhofsinfrastrukturen der Regionen zu verbinden.

Ziel der Initiative ist es, die Verweildauer der Gäste in den ländlichen Regionen des Bundeslandes zu erhöhen und zusätzliche Wertschöpfung für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe zu generieren. Zu den einbezogenen Bahnstrecken gehören neben den Verbindungen der ÖBB auch regional betriebene Strecken wie die Mariazellerbahn, die Wachtelbergbahn oder die Reichenauer Hoch Schneebergbahn, die primär touristisch genutzt werden. Durch aufeinander abgestimmte Angebote sollen Ausflugsgäste dazu bewegt werden, vom privaten Kraftfahrzeug auf den Schienenverkehr umzusteigen.

Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Umsetzung bahnbasierter Tourismuskonzepte stark von der tatsächlichen Zuverlässigkeit und Taktfrequenz des regionalen Schienennetzes abhängt. Während touristische Schwerpunkte wie das Wachau- oder das Semmeringgebiet gut durch die Bahninfrastruktur erschlossen sind, bestehen in entlegeneren Teilen des Wald- und Weinviertels weiterhin Taktlücken im öffentlichen Nahverkehr. Zudem erfordern kombinierte Freizeitangebote eine durchgängige Abstimmung zwischen regionalen Buszubringern, Gastronomiebetrieben und den Fahrplänen der Eisenbahnunternehmen.

Für die regionale Wirtschaft stellt die Verknüpfung von Mobilität und Gastgewerbe einen Ansatz dar, um den Ausflugstourismus aus dem Wiener Umland gleichmäßiger über das Jahr zu verteilen. Ob die Maße der Freizeitgäste das Angebot dauerhaft nutzt, wird jedoch maßgeblich von den Ticketpreisen, der Qualität der Anschlussverbindungen und der Kapazitätsauslastung auf den Hauptstrecken an Wochenenden abhängen.

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