September 24, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

September 24, 2026

Lufthansa Technik verlängert Komponentenvertrag mit Japan Airlines

Auf der Fachmesse MRO Asia-Pacific in Singapur haben Lufthansa Technik und die japanische Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) eine mehrjährige Verlängerung ihrer Vereinbarung über die Komponentenversorgung der Boeing-787-Flotte unterzeichnet. Der neu gefasste Vertrag läuft über mindestens fünf Jahre und besitzt eine Option zur Verlängerung bis maximal 2036. Er deckt die Wartung und Ersatzteilversorgung für bis zu 67 Flugzeuge vom Typ Boeing 787 Dreamliner ab. Gegenüber der Vorgängervereinbarung wurde der Leistungsumfang um zusätzliche Teilenummern und Baugruppen aufgestockt. Im Rahmen des sogenannten Total Component Support (TCS) übernimmt Lufthansa Technik die Reparatur, das Zuverlässigkeitsmanagement sowie die Logistik von Flugzeugkomponenten für die japanische Fluggesellschaft. Über den weltweiten Ersatzteilpool der Hamburger Konzerntochter hat Japan Airlines direkten Zugriff auf benötigte Komponenten an internationalen Stationen. Zusätzlich vereinbarten beide Unternehmen einen neuen Fünfjahresvertrag über die Wartung von Schubumkehrern und Lufteinlassverkleidungen der GEnx-1B-Triebwerke, der über die Tochtergesellschaft Lufthansa Technik Shenzhen in China abgewickelt wird. Die Kooperation beider Unternehmen besteht seit nahezu zwei Jahrzehnten. Bereits 2011 schlossen die Partner den ersten TCS-Vertrag für die Boeing-787-Flotte ab, 2018 folgte eine entsprechende Vereinbarung für die Airbus-A350-Flotte von Japan Airlines. Dennis Kohr, Vertriebsleiter für die Region Asien-Pazifik bei Lufthansa Technik, und Kyohei Takizawa, Beschaffungschef bei Japan Airlines, betonten bei der Unterzeichnung die Bedeutung einer verlässlichen Logistik- und Reparaturingenieurstruktur für die Einsatzbereitschaft der Langstreckenflotte. Für den Lufthansa-Konzern sichert die Vertragsverlängerung eine langfristige Grundauslastung der asiatischen Wartungsbetriebe im Bereich MRO (Maintenance, Repair and Overhaul). Allerdings verweisen Branchenbeobachter auf den fortlaufenden Margendruck und die veränderten Lieferketten bei Flugzeugkomponenten, die die Einhaltung vertraglich garantierter Durchlaufzeiten in den Reparaturbetrieben

weiterlesen »

Aegean erneut als beste Regionalfluggesellschaft Europas geehrt

Die griechische Fluggesellschaft Aegean ist im Rahmen der Skytrax World Airline Awards 2026 zum 15. Mal in Folge als beste Regionalfluggesellschaft Europas ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung im Langham Hotel in London nahm eine Delegation des Unternehmens die Trophäe entgegen. In der 27-jährigen Unternehmensgeschichte sicherte sich das griechische Star-Alliance-Mitglied diesen Titel damit zum insgesamt 16. Mal. Im weltweiten Ranking der regionalen Fluggesellschaften verteidigte Aegean zudem den vierten Platz hinter Anbietern wie Bangkok Airways, Porter Airlines und Virgin Australia. Grundlage für die Vergabe der von der Bewertungsagentur Skytrax ausgerichteten Branchenpreise ist eine weltweite Kundenbefragung. Fluggäste bewerten dabei produkt- und servicebezogene Faktoren von der Buchung über die Kabinenausstattung bis hin zur Bodenbetreuung. Michalis Kouveliotis, stellvertretender Vorstandsfechtender von Aegean, führte die Auszeichnung bei der Zeremonie auf die Arbeit der Belegschaft sowie fortlaufende Investitionen in die Produktqualität zurück. Skytrax-Geschäftsführer Edward Plaisted hob die Kontinuität der Servicestandards des Unternehmens im europäischen Kurz- und Mittelstreckenverkehr hervor. Die Auszeichnung fällt in eine Phase veränderter Rahmenbedingungen für die Fluggesellschaft, die ihr Drehkreuz am Flughafen Athen betreibt. Neben dem Ausbau der Regionalflotte mit Turboprop-Maschinen vom Typ ATR 72-600 treibt das Unternehmen die Erneuerung der Jet-Flotte mit Flugzeugen der Airbus-A320neo-Familie voran. Im ersten Halbjahr 2026 beförderte die Airline rund 7,8 Millionen Passagiere, sah sich jedoch wie die gesamte Branche mit gestiegenen Betriebskosten und Kapazitätsengpässen bei Triebwerkswartungen konfrontiert. Trotz der prämierten Kundenbeliebtheit verweisen Branchenbeobachter auf die ökonomischen Herausforderungen im europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehr. Der Wettbewerb durch Low-Cost-Anbieter auf südeuropäischen Urlaubsrouten sowie die saisonal schwankende Nachfrage erfordern ein striktes Kostenmanagement. Die Positionierung als Premium-Regionalairline

weiterlesen »

Skytrax-Awards: LOT Polish Airlines erhält regionale Auszeichnung und Lounge-Bewertungen

Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines ist im Rahmen der Skytrax World Airline Awards 2026 erneut als beste Fluggesellschaft in Zentraleuropa ausgezeichnet worden. Die Vergabe des Branchenpreises basiert auf einer weltweiten Online-Kundenbefragung, die im Zeitraum zwischen September 2025 und August 2026 durchgeführt wurde. Nach Angaben des britischen Beratungsunternehmens Skytrax flossen dabei rund 24,8 Millionen Passagierbewertungen zu mehr als 300 Fluggesellschaften in die Gesamtwertung ein. Das Star-Alliance-Mitglied konnte den Titel in dieser regionalen Kategorie damit das zweite Jahr in Folge für sich beanspruchen. Neben der Auszeichnung durch das Passagier-Voting erhielten die betriebseigenen Business-Class-Lounges der Fluggesellschaft Vier-Sterne-Bewertungen im separaten Skytrax World Airline Rating. Betroffen von der Begutachtung durch Fachprüfer sind die Einrichtungen „Polonez“ und „Mazurek“ am Drehkreuz Flughafen Warschau-Chopin sowie die im Ausland betriebene Lounge am O’Hare International Airport in Chicago. Bewertet wurden dabei unter anderem die Innenausstattung, die Raumfunktionalität, das Speisenangebot sowie Zusatzleistungen wie der integrierte Spa-Bereich im Warschauer Hauptflughafen. LOT-Vorstandschef Michał Fijoł verwies bei der Preisverleihung auf die Investitionen in Bodeninfrastruktur und Serviceangebote am Heimatdrehkreuz sowie an wichtigen Langstreckenzielen. Die Erneuerung der Passagierbereiche steht im Zusammenhang mit der Flottenmodernisierung der Fluggesellschaft, die unter anderem neue Flugzeuge der Typen Boeing 787 und Boeing 737 MAX einsetzt. Über das Drehkreuz Warschau verbindet das staatlich kontrollierte Unternehmen europäische Zielorte mit Nordamerika und Asien. Unabhängige Branchenbeobachter merken zu den Skytrax-Prämierungen regelmäßig an, dass Kundenbefragungen dieser Art vor allem die Wahrnehmung von Komfort- und Bodendienstleistungen widerspiegeln. Für die wirtschaftliche Konsolidierung und operative Leistungsfähigkeit von LOT Polish Airlines bleiben hingegen operative Kennzahlen wie die Pünktlichkeitsrate auf

weiterlesen »

Verknüpfung von Schienenverkehr und Ausflugstourismus: Niederösterreich setzt auf bahnbasierte Freizeitangebote

Das Land Niederösterreich und die Niederösterreich Werbung verstärken ihre Bemühungen, den regionalen Schienenverkehr enger mit dem Ausflugs- und Wandertourismus zu koppeln. Wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, mitteilten, sollen Tagesausflüge und mehrtägige Aufenthalte verstärkt auf die Nutzung von regulären Bahnverbindungen, Erlebnisbahnstrecken und Nostalgiezügen ausgerichtet werden. Das Konzept sieht vor, Wanderrouten, kulturelle Sehenswürdigkeiten und gastgewerbliche Betriebe direkt an den Bahnhofsinfrastrukturen der Regionen zu verbinden. Ziel der Initiative ist es, die Verweildauer der Gäste in den ländlichen Regionen des Bundeslandes zu erhöhen und zusätzliche Wertschöpfung für Gastronomie und Beherbergungsbetriebe zu generieren. Zu den einbezogenen Bahnstrecken gehören neben den Verbindungen der ÖBB auch regional betriebene Strecken wie die Mariazellerbahn, die Wachtelbergbahn oder die Reichenauer Hoch Schneebergbahn, die primär touristisch genutzt werden. Durch aufeinander abgestimmte Angebote sollen Ausflugsgäste dazu bewegt werden, vom privaten Kraftfahrzeug auf den Schienenverkehr umzusteigen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Umsetzung bahnbasierter Tourismuskonzepte stark von der tatsächlichen Zuverlässigkeit und Taktfrequenz des regionalen Schienennetzes abhängt. Während touristische Schwerpunkte wie das Wachau- oder das Semmeringgebiet gut durch die Bahninfrastruktur erschlossen sind, bestehen in entlegeneren Teilen des Wald- und Weinviertels weiterhin Taktlücken im öffentlichen Nahverkehr. Zudem erfordern kombinierte Freizeitangebote eine durchgängige Abstimmung zwischen regionalen Buszubringern, Gastronomiebetrieben und den Fahrplänen der Eisenbahnunternehmen. Für die regionale Wirtschaft stellt die Verknüpfung von Mobilität und Gastgewerbe einen Ansatz dar, um den Ausflugstourismus aus dem Wiener Umland gleichmäßiger über das Jahr zu verteilen. Ob die Maße der Freizeitgäste das Angebot dauerhaft nutzt, wird jedoch maßgeblich von den Ticketpreisen, der Qualität der Anschlussverbindungen und der

weiterlesen »

Kapazitätserhöhung nach Ostasien: Finnair baut Flugangebot nach Tokio aus

Die finnische Fluggesellschaft Finnair erweitert für die Sommersaison 2027 ihr Angebot an Verbindungen zwischen Europa und Japan. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die Frequenz auf der Strecke vom Drehkreuz Helsinki zum Flughafen Tokio-Narita in den verkehrsstarken Sommermonaten auf bis zu zwei tägliche Flüge aufgestockt. Zusammen mit der täglich bedienten Verbindung zum stadtnahen Flughafen Tokio-Haneda bietet die Fluggesellschaft in Spitzenzeiten bis zu drei tägliche Flüge in die japanische Hauptstadt an. Die Flugzeiten sind auf die Weiterverbindungen im europäischen Streckennetz ab Helsinki abgestimmt. Mit den zusätzlichen Verbindungen nach Narita erhöht Finnair die Gesamtzahl ihrer Japan-Flüge von derzeit 28 auf bis zu 32 wöchentliche Frequenzen. Neben den beiden Flughäfen in Tokio bedient die Gesellschaft ganzjährig die Strecke nach Osaka und fliegt im Sommerfahrplan zudem als einziger europäischer Anbieter den Flughafen Nagoya an. Laut Christine Rovelli, Chief Revenue Officer bei Finnair, stellt der japanische Markt nach dem Heimatmarkt Finnland das wichtigste Segment im internationalen Streckennetz der Fluggesellschaft dar. Der Ausbau der Fernost-Routen erfolgt vor dem Hintergrund veränderter Flugrouten im eurasischen Luftraum. Seit der Sperrung des russischen Luftraums muss Finnair auf Flügen nach Ostasien erhebliche Umwege über die Polarregion oder eine südliche Ausweichroute in Kauf nehmen, was zu verlängerten Flugzeiten und höherem Treibstoffverbrauch führt. Um die Mehrkosten auszugleichen, setzt das Unternehmen auf eine höhere Auslastung der Maschinen und eine stärkere Bündelung von Transferpassagieren aus Nord- und Mitteleuropa an seinem Drehkreuz Helsinki. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Rentabilität der Asien-Verbindungen stark von der Entwicklung der Betriebskosten und dem Wettbewerb mit asiatischen Fluggesellschaften abhängt. Letztere unterliegen

weiterlesen »

Österreichische Hotelvereinigung bietet Lehrgang zu dynamic Pricing an

Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) begegnet dem veränderten Buchungsverhalten von Hotelgästen mit einer Schulungsinitiative für Beherbergungsbetriebe. Wie der ÖHV-Campus mitteilte, richtet sich der Lehrgang „Preisgestaltung & Vertrieb“ gezielt an Betriebe, die ihre Einnahmen durch die Abkehr von starren Saisonpreisen stabilisieren wollen. Hintergrund sind die gestiegenen Betriebs- und Personalkosten im Hotelgewerbe bei gleichzeitig immer kurzfristiger eingehenden Reservierungen. Laut Christoph Taussig, Leiter des ÖHV-Campus, stellt die Einführung dynamischer Preismodelle ein wichtiges Instrument dar, um Auslastungsschwankungen wirtschaftlich abzufedern. Der im Herbst 2026 startende Lehrgang vermittelt Grundlagen zur bedarfsorientierten Preisanpassung und Kostenrechnung. Neben der Ermittlung von Nachfragespitzen stehen Ansätze zur Optimierung von Stornobedingungen, der Ausbau des Direktvertriebs sowie das Zielgruppenmanagement im Mittelpunkt. Die Weiterbildungsveranstaltung gliedert sich in zwei viertägige Module, die im Oktober im Ausseerland sowie im November im Pinzgau stattfinden. Ziel ist die Senkung von Provisionszahlungen an externe Buchungsplattformen und die gezielte Steuerung der Zimmerpreise auf Basis aktueller Buchungsdaten. Branchenbeobachter sehen in der algorithmischen und nachfragebasierten Preisgestaltung zwar einen hebelstarken Ansatz zur Ertragssteigerung, weisen jedoch auch auf bestehende Risiken hin. Zu schnelle Preissprünge oder intransparente Preisschwankungen können Stammkunden verunsichern und die Kundenzufriedenheit beeinträchtigen. Zudem erfordert die kontinuierliche Datenanalyse entsprechende Personalkapazitäten und technologische Schnittstellen, die vor allem in kleinen Familienbetrieben oft nur eingeschränkt vorhanden sind. Die Ausrichtung der ÖHV spiegelt den anhaltenden Wandel in der europäischen Hotellerie wider, in der klassische Festpreise zunehmend durch datengestützte Vertriebsstrategien abgelöst werden. Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von Beherbergungsbetrieben bleibt entscheidend, eine ausgewogene Balance zwischen ertragsoptimierten Preisen und einer verlässlichen Preispolitik gegenüber dem Gast zu halten.

weiterlesen »

Easyjet kündigt 18 neue Sommerrouten ab UK an

Die britische Fluggesellschaft Easyjet erweitert ihr Streckennetz für die Sommersaison 2027 um 18 neue Verbindungen von zehn britischen Flughäfen. Das Streckenwachstum umfasst Destinationen in Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Griechenland, Zypern, Montenegro und Bulgarien. Ein regionaler Schwerpunkt liegt auf der Ausweitung der Kapazitäten ab schottischen Flughäfen wie Aberdeen und Edinburgh sowie auf der Aufnahme des spanischen Flughafens Girona in das britische Flugprogramm der Airline. Im Rahmen der Netzerweiterung bedient die Fluggesellschaft auf zehn der angekündigten Routen als einziger Anbieter eine Direktverbindung. Dazu zählen Strecken wie Liverpool nach Girona und Murcia, Aberdeen nach Barcelona, Birmingham nach Mailand-Malpensa sowie Edinburgh nach Tivat und Hamburg. Darüber hinaus nimmt Easyjet neue Strecken zu Mittelmeerzielen wie Rhodos, Thessaloniki, Burgas und Larnaka von regionalen Flughäfen wie London Southend, London Luton, Bristol und Newcastle auf. Die Flüge werden mit Pauschalreiseangeboten der Konzerntochter Easyjet Holidays kombiniert. Kevin Doyle, Country Manager für Großbritannien bei Easyjet, hob bei der Streckenvorstellung die Bedeutung der regionalen Drehkreuze für die Marktposition der Airline hervor. Das Unternehmen betreibt derzeit das größte Inlands- und Kurzstreckennetz Großbritanniens mit Verbindungen von 22 britischen Flughäfen. Mit den zusätzlichen Routen reagiert die Fluggesellschaft auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Urlaubs- und Städtereisen in Südeuropa. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die aggressive Netzausweitung von Easyjet auf dem britischen Markt in direktem Wettbewerb mit anderen europäischen Low-Cost-Anbietern wie Ryanair und Jet2 steht. Das Geschäftsmodell basiert auf einer hohen Auslastung der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und der Generierung von Zusatzerträgen über Gepäckgebühren und Pauschalreisebuchungen. Steigende Flughafenentgelte und operative Engpässe im europäischen Luftraum bleiben dabei wesentliche Belastungsfaktoren

weiterlesen »

Flugbetrieb unterbrochen: Drohnensichtung am Flughafen Berlin Brandenburg führt zu Umleitungen

Eine Drohnensichtung im Nahbereich des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) hat am Mittwochabend, den 23. September 2026, zu einer mehr als einstündigen Sperrung des Flugbetriebs geführt. Zwischen 20:00 Uhr und 21:05 Uhr mussten sämtliche Start- und Landevorgänge aus Sicherheitsgründen ausgesetzt werden. Mehrere ankommende Flugzeuge wurden während des Vorfalls an umliegende Ausweichflughäfen wie Dresden umgeleitet, ehe der Betrieb nach einer Überprüfung des Luftraums wieder freigegeben werden konnte. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Sicherheitsstörungen an deutschen Verkehrsflughäfen. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung verzeichnete der BER im ersten Halbjahr 2026 bereits 28 Fälle von Drohnensichtungen im kontrollierten Luftraum, verglichen mit insgesamt acht Registrierungen im gesamten Jahr 2025. Die Ermittlungsbehörden prüfen in solchen Fällen Verstöße gegen das Luftverkehrsgesetz, die schwerwiegende Eingriffe in den Bahn- und Luftverkehr darstellen und strafrechtlich verfolgt werden. Hinsichtlich der Ansprüche betroffener Fluggäste verweisen Rechtsexperten des Passagierrechteportals AirHelp darauf, dass Drohnensichtungen im Rahmen der EU-Fluggastrechteverordnung EG 261/2004 rechtlich als außergewöhnliche Umstände eingestuft werden. Da das Auftauchen unbefugter Flugobjekte außerhalb der Kontrolle der Luftfahrtunternehmen liegt, entfällt die Pflicht der Fluggesellschaften zur Zahlung pauschaler Ausgleichsleistungen von bis zu 600 Euro pro Person für verspätete oder gestrichene Flüge. Dennoch bleiben die Beförderungs- und Betreuungspflichten der Fluggesellschaften bestehen. Bei Verspätungen ab zwei Stunden sind die Airlines verpflichtet, Erfrischungen und Verpflegung bereitzustellen sowie gegebenenfalls Hotelübernachtungen und Ersatzbeförderungen per Bahn oder Ausweichflug zu organisieren. Verbraucherschützer raten Betroffenen, bei eigenständigen Ersatzbuchungen stets Rücksprache mit der ausführenden Fluggesellschaft zu halten und Belege für verpflegungs- oder unterkunftsbedingte Zusatzausgaben aufzubewahren.

weiterlesen »

Austrian Airlines stockt Angebot für die Herbstferien und den Winterflugplan auf

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines erweitert ihr Angebot für die österreichischen Herbstferien um rund 100 zusätzliche Flüge. Mit der Aufstockung reagiert die Lufthansa-Tochter auf die gestiegene Nachfrage nach Flugreisen Ende Oktober. Verlängert werden unter anderem Verbindungen zu südeuropäischen Sommerzielen wie Ibiza, Fuerteventura, Funchal, Olbia und Heraklion, die üblicherweise mit dem Ende des Sommerflugplans eingestellt werden. Zudem erhöht die Fluggesellschaft die Flugfrequenzen auf Strecken nach Palma de Mallorca, Larnaka, Rom, Neapel und Nizza. Mit der Umstellung auf den Winterflugplan Ende Oktober verschiebt Austrian Airlines den operativen Schwerpunkt im Langstreckennetz auf Destinationen in Asien und im Indischen Ozean. Die Frequenzen nach Malé auf den Malediven sowie nach Mauritius werden schrittweise auf bis zu sieben wöchentliche Flüge erhöht, in den Spitzenzeiten der Semesterferien im Februar auf bis zu zehn wöchentliche Verbindungen. Auf der Route nach Mauritius setzt die Fluggesellschaft ab Mitte Januar ein Langstreckenflugzeug vom Typ Boeing 787-9 ein. Zudem wird die Strecke nach Bangkok im Januar und Februar auf bis zu zwei tägliche Flüge aufgestockt. Zur Erhöhung der Kapazitäten auf den Asien- und Indik-Routen nimmt das Unternehmen Anpassungen im Nordatlantik-Netz vor. Im Januar und Februar pausiert die Fluggesellschaft vorübergehend einzelne Frequenzen zu den US-Zielen Chicago, Boston und New York (JFK). Die Strecken nach Newark, Washington und Montreal werden hingegen durchgehend bedient. Das europäische Städtenetz nach London, Amsterdam, Paris und Berlin bleibt im Winterflugplan unverändert bestehen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die temporäre Umverteilung von Langstreckenkapazitäten eine Reaktion auf die saisonale Schwankung des Passagieraufkommens darstellt. Während die Nachfrage auf Strecken über den Nordatlantik in den

weiterlesen »

Easyjet nimmt Verbindung von Hamburg nach Edinburgh auf

Die Billigfluggesellschaft Easyjet nimmt ab dem 29. März 2027 eine neue Direktverbindung zwischen dem Flughafen Hamburg und der schottischen Hauptstadt Edinburgh in ihren Flugplan auf. Die Strecke soll zweimal wöchentlich, jeweils montags und freitags, bedient werden. Mit der Aufnahme dieser Route wächst das Zielnetz der Fluggesellschaft am Hamburger Standort auf insgesamt zehn Direktverbindungen an. Zuvor hatte das Unternehmen im Herbst den Flugbetrieb nach Genf aufgenommen sowie Routen nach Prag und Sevilla angekündigt. David Liebert, Leiter Aviation am Flughafen Hamburg, sowie Stephan Erler, Easyjet Country Manager für Deutschland und die Schweiz, verwiesen bei der Vorstellung der Verbindung auf das Potenzial für den Städte- und Reisetourismus zwischen Norddeutschland und Schottland. Die Streckenführung richtet sich vor allem an Passagiere aus dem Freizeitsegment sowie an Individualreisende. Die Flugtage zu Beginn und am Ende der Arbeitswoche sind auf die Nachfrage nach Kurz- und Wochenendreisen ausgelegt. Mit der Ankündigung verdichtet Easyjet ihre Präsenz am Hamburger Flughafen, an dem die Gesellschaft nach Unterbrechungen und Umstrukturierungen der vergangenen Jahre ihr Angebot wieder schrittweise ausbaut. Der Markteintritt auf der Edinburgh-Route füllt eine Lücke im norddeutschen Streckennetz, die nach Anpassungen anderer Mitbewerber auf den Großbritannien-Routen entstanden war. Die Verbindung konkurriert dabei um Passagierströme im Punkt-zu-Punkt-Verkehr auf dem europäischen Nord-Süd-Korridor. Branchenbeobachter merken an, dass der Ausbau von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen an deutschen Sekundär- und Großflughäfen weiterhin durch hohe staatliche Abgaben, Sicherheitsgebühren und Flugsicherungsentgelte belastet wird. Die Wirtschaftlichkeit neuer Strecken hängt für Billigfluggesellschaften wie Easyjet stark von einer gleichbleibend hohen Sitzplatzauslastung und geringen Umlaufzeiten am Boden ab, da steigende Betriebs- und Standortkosten die Margen

weiterlesen »