
Neue Finanzierung der Flugrettung in Wien und Niederösterreich
Die Niederösterreichische Landesregierung hat einen zusätzlichen Finanzierungsbeitrag in Höhe von 500.000 Euro für den gemeinsam mit der Bundeshauptstadt Wien betriebenen Flugrettungsstützpunkt in Wien-Erdberg beschlossen. Mit dieser Mittelfreigabe sichert das Land Niederösterreich den durchgehenden Betrieb des ÖAMTC-Notarzthubschraubers Christophorus 9 für das Jahr 2027 ab. Hintergrund dieser Nachzahlung ist eine aktuelle Auswertung der Einsatzzahlen, wonach rund 80 Prozent der Ausflüge des in Wien stationierten Hubschraubers Notfallorten im östlichen und nördlichen Niederösterreich gelten. Ab dem 1. Jänner 2028 planen die Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland die Einführung eines grundlegend überarbeiteten Finanzierungsmodells. Die bisherige pauschale Kostenaufteilung soll durch eine minutengenaue Abrechnung nach tatsächlich erbrachten Flugleistungen ersetzt werden. Einsatzstruktur und länderübergreifende Notfallversorgung am Stützpunkt Wien-Erdberg Der Notarzthubschrauber Christophorus 9 ist seit vielen Jahren ein zentraler Baustein in der präklinischen Notfallversorgung der ostösterreichischen Region. Stationiert auf dem Dach des ÖAMTC-Zentrums in Wien-Erdberg, deckt der Hubschrauber durch seine geografische Lage sowohl das Wiener Stadtgebiet als auch angrenzende Regionen in Niederösterreich und dem Burgenland ab. Die Flugrettung kommt insbesondere bei zeitkritischen medizinischen Notfällen wie schweren Verkehrsunfällen, internistischen Akutereignissen oder Arbeitsunfällen zum Einsatz, bei denen der bodengebundene Rettungsdienst aufgrund von Distanzen oder Verkehrslagen längere Anfahrtszeiten benötigt. Die jüngste Evaluierung des Einsatzgeschehens zeigte ein deutliches Ungleichgewicht zwischen dem Standort des Hubschraubers und dem tatsächlichen Ort der Notfalleinsätze. Während die Maschine administrativ und logistisch in Wien verankert ist, entfällt der überwiegende Teil der Flugstunden auf Einsätze im niederösterreichischen Umland, etwa im Weinviertel oder im Industrieviertel. Der nun beschlossene Sonderbeitrag von 500.000 Euro dient dem Ausgleich dieses Betriebsaufwands und soll die








