TGV (Foto: Gérard Griffay).
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Air France und SNCF binden Low-Cost-Züge an Pariser Drehkreuz an

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Die französische Fluggesellschaft Air France und die Bahngesellschaft SNCF Voyageurs haben die Ausweitung ihres kombinierten Buchungsangebots „Train + Air“ bekannt gegeben.

Ab sofort sind alle Verbindungen der Budget-Sparte Ouigo, die den Flughafen Paris-Charles de Gaulle anfahren, in das Netz der integrierten Zug-Flug-Tickets eingebunden. Das Angebot ermöglicht es Passagieren, Schienen- und Flugstrecken in einem gemeinsamen Buchungsvorgang über die Vertriebskanäle von Air France oder Reisebüros zu reservieren.

Das System beinhaltet eine Umsteigegarantie, wonach Passagiere bei Verspätungen oder Zugausfällen ohne Aufpreis auf die nächstfolgende verfügbare Bahn- oder Flugverbindung umgebucht werden. Die Abwicklung des Check-in-Prozesses erfolgt digital im Voraus. Die Einbindung der Günstigsparte OUIGO baut auf einer ersten Testphase auf, die 2025 auf ausgewählten Strecken im Südosten Frankreichs getestet wurde. Laut Air France verzeichnete die Nutzung des kombinierten Ticketangebots im vergangenen Halbjahr einen Zuwachs von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Durch die Einbindung von Billigzügen ergänzen Air France und die SNCF das bestehende Netz aus TGV-InOui-Verbindungen. Hintergrund der Verknüpfung sind auch geänderte rechtliche Rahmenbedingungen in Frankreich, wo Inlandsflüge auf Strecken mit einer Bahnalternative von unter zweieinhalb Stunden Dauer gesetzlich verboten sind. Die Verlagerung des Feeder-Verkehrs auf die Schiene soll die Slots am Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle primär für margenstärkere Langstreckenverbindungen freihalten.

Kritiker aus Passagierverbänden weisen jedoch darauf hin, dass die Zuverlässigkeit intermodaler Reisen stark von der Pünktlichkeit der Schieneninfrastruktur abhängt. Auf dem Bahnhof des Flughafens Paris-Charles de Gaulle müssen Fluggäste ihr Gepäck weiterhin eigenständig zwischen dem Zugbahnsteig und dem Flugzeug-Check-in befördern, da eine durchgehende Gepäckdurchcheckung von Regionalbahnhöfen zum Zielort logistisch bisher nicht umgesetzt ist.

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