Die britische Fluggesellschaft Easyjet erweitert ihr Streckennetz für die Sommersaison 2027 um 18 neue Verbindungen von zehn britischen Flughäfen.
Das Streckenwachstum umfasst Destinationen in Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Griechenland, Zypern, Montenegro und Bulgarien. Ein regionaler Schwerpunkt liegt auf der Ausweitung der Kapazitäten ab schottischen Flughäfen wie Aberdeen und Edinburgh sowie auf der Aufnahme des spanischen Flughafens Girona in das britische Flugprogramm der Airline.
Im Rahmen der Netzerweiterung bedient die Fluggesellschaft auf zehn der angekündigten Routen als einziger Anbieter eine Direktverbindung. Dazu zählen Strecken wie Liverpool nach Girona und Murcia, Aberdeen nach Barcelona, Birmingham nach Mailand-Malpensa sowie Edinburgh nach Tivat und Hamburg. Darüber hinaus nimmt Easyjet neue Strecken zu Mittelmeerzielen wie Rhodos, Thessaloniki, Burgas und Larnaka von regionalen Flughäfen wie London Southend, London Luton, Bristol und Newcastle auf. Die Flüge werden mit Pauschalreiseangeboten der Konzerntochter Easyjet Holidays kombiniert.
Kevin Doyle, Country Manager für Großbritannien bei Easyjet, hob bei der Streckenvorstellung die Bedeutung der regionalen Drehkreuze für die Marktposition der Airline hervor. Das Unternehmen betreibt derzeit das größte Inlands- und Kurzstreckennetz Großbritanniens mit Verbindungen von 22 britischen Flughäfen. Mit den zusätzlichen Routen reagiert die Fluggesellschaft auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Urlaubs- und Städtereisen in Südeuropa.
Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die aggressive Netzausweitung von Easyjet auf dem britischen Markt in direktem Wettbewerb mit anderen europäischen Low-Cost-Anbietern wie Ryanair und Jet2 steht. Das Geschäftsmodell basiert auf einer hohen Auslastung der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und der Generierung von Zusatzerträgen über Gepäckgebühren und Pauschalreisebuchungen. Steigende Flughafenentgelte und operative Engpässe im europäischen Luftraum bleiben dabei wesentliche Belastungsfaktoren für die Ertragslage.