Der Aufsichtsrat der Österreichisches Verkehrsbüro AG hat Eva Schindlauer mit Wirkung zum 1. Januar 2027 in den Vorstand berufen.
In der neu geschaffenen Position des Chief Financial Officer (CFO) übernimmt die Managerin die konzernweite Verantwortung für das Finanzressort sowie die Personalabteilung (People Services). Sie ergänzt das bestehende Leitungsgremium um den Vorstandsvorsitzenden Martin Winkler und Vorständin Birgit Wallner. Der Konzern teilt damit die operative Führung auf drei Vorstandsressorts auf.
Eva Schindlauer wechselt vom Österreichischen Rundfunk (ORF) zum Verkehrsbüro, wo sie seit 2022 als kaufmännische Direktorin tätig war und unter anderem die Umstrukturierung der internen Finanzprozesse verantwortete. Davor hielt sie Führungspositionen bei Tochtergesellschaften des öffentlich-rechtlichen Senderkonzerns sowie beim Pharmakonzern Novartis. Der Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Wolfgring begründete die Schaffung des neuen Finanzressorts mit den gestiegenen Anforderungen an das Steuerungssystem und das Risikomanagement der Unternehmensgruppe.
Die strukturelle Erweiterung des Vorstands steht im Kontext der im Jahr 2025 eingeleiteten Neuausrichtung des Konzerns. Das Verkehrsbüro, das zu den größten Tourismusunternehmen Österreichs zählt, betreibt Geschäftsbereiche im Reisebürosegment sowie in der Stadthotellerie und der Eventgastronomie. Mit Zukäufen und Kooperationen versucht die Gruppe, Marktanteile in den Sparten Travel und Hospitality auszubauen und die Rentabilität des Filial- und Hotelportfolios nach den strukturellen Verschiebungen im europäischen Tourismusmarkt zu sichern.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Neuaufstellung im Finanzbereich auf veränderte Marktbedingungen im Reise- und Hotelmarkt reagiert. Steigende Betriebskosten in der Gastronomie und Hotellerie, volatile Buchungszahlen im Reisebürosegment sowie der digitale Konkurrenzdruck verlangen von traditionellen Reisekonzernen eine strikte Disziplin bei Investitionen und die Überprüfung unrentabler Geschäftsfelder.