
Qualitätsmängel bei der Beschichtung von A321-Rumpfbauteilen
Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus sieht sich mit erneuten Abweichungen in seiner Zulieferkette konfrontiert. Nach Informationen des Branchenportals „The Air Current“ wurden Qualitätsmängel bei der Oberflächenbehandlung im vorderen Unterrumpfbereich zahlreicher Passagierflugzeuge festgestellt. Konkret geht es um einen unzureichenden Korrosionsschutz an Längsversteifungselementen, sogenannten Stringern. Airbus bestätigte das Vorliegen dieser Fertigungsabweichungen. Eine direkte Gefährdung der Flugsicherheit besteht nach Unternehmensangaben nicht. Dennoch erfordern die notwendigen Überprüfungen und Nacharbeiten an betroffenen Komponenten einen erheblichen logistischen Aufwand. Da mehr als 500 Flugzeuge in unterschiedlichen Fertigungsstadien oder in der Zulieferkette betroffen sind, könnte die Abwicklung der Nachbesserungen zu Verzögerungen im Auslieferungsprozess führen. Der Konzern hält jedoch bislang an seinen operativen Jahreszielen für den Flugzeugbau fest. Details zu den Mängeln bei der Oberflächenbehandlung und betroffene Stückzahlen Die Ursache der aktuellen Qualitätsmängel liegt nach Konzernangaben bei einem nachgelagerten Zulieferbetrieb der Ebene Tier-2. Dieser Betrieb hat bei der Aufbringung des Korrosionsschutzes auf den strukturellen Stringern im unteren Rumpfbereich die vorgegebenen Spezifikationen nicht vollständig eingehalten. Die Abweichungen wurden im Zuge von routinemäßigen Qualitätskontrollen und nachfolgenden Nacharbeiten im Montageprozess identifiziert. Stringer dienen als Längsprofile der Versteifung der Flugzeugaußenhaut und tragen zur strukturellen Integrität des Rumpfes bei. Nach Einschätzung von Brancheninsidern erstreckt sich das Ausmaß der Abweichungen auf insgesamt mehr als 500 Flugzeuge. Davon befinden sich schätzungsweise 250 Maschinen in verschiedenen Phasen der Endmontage oder im Zulauf der europäischen, US-amerikanischen und chinesischen Fertigungsstandorte. Die übrigen Einheiten betreffen Bauteile, die sich bereits in der erweiterten Fertigungskette befinden. Jede betroffene Komponente muss vor der finalen Freigabe inspiziert und gegebenenfalls manuell nachbehandelt werden, um






