Eine Boeing 787 wird betankt (Foto: Jan Gruber).
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Fluggesellschaften sichern Kerosinreserven am Flughafen Boston-Logan

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Aufgrund eines heranziehenden Sturms haben die Luftfahrtbehörden und die Flughafenbetreibergesellschaft MassPort die fliegenden Gesellschaften angewiesen, für Flüge zum internationalen Flughafen Boston-Logan vorsorglich zusätzlichen Treibstoff mitzuführen.

Der Grund für die Anordnung liegt in witterungsbedingten Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs, die die Anlieferung von Kerosin durch Tankschiffe am örtlichen Treibstoffterminal vorübergehend verhindern. Nach Angaben der Betreibergesellschaft reichen die vor Ort gelagerten Kerosinreserven zwar für die unmittelbare Versorgung aus, das sogenannte „Tankering“ – die Mitnahme von Treibstoff für den jeweiligen Rück- oder Weiterflug – soll jedoch Spitzen bei der Betankung am Boden vermeiden.

Die logistische Maßnahme betrifft die operativen Abläufe der Fluggesellschaften in unterschiedlichem Maße. Während Flugzeuge auf Kurz- und Mittelstrecken innerhalb der USA oder aus Kanada problemlos ausreichende Treibstoffmengen für den Hin- und Rückflug mitführen können, stößt dieses Verfahren auf Transatlantik- und Langstreckenverbindungen an physikalische und wirtschaftliche Grenzen. Aufgrund des maximal zulässigen Start- und Landegewichts der Großraumflugzeuge können Langstreckenmaschinen das zusätzliche Kerosin oft nicht aufnehmen, weshalb die Airlines bei anhaltenden Engpässen ungeplante Zwischenlandungen zum Auftanken auf Ausweichflughäfen an der US-Ostküste einplanen müssen.

Parallel zu den Kerosinengpässen beeinträchtigen die sturmbedingten Winde und schlechten Sichtverhältnisse bereits den laufenden Flugbetrieb am Flughafen Boston-Logan. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat erste Flugbeschränkungen und Verspätungsprotokolle für den Großraum Boston in Kraft gesetzt. Airlines wie Delta Air Lines, JetBlue und American Airlines, die in Boston ein hohes Aufkommen an täglichen Starts und Landungen abwickeln, verzeichnen witterungsbedingte Verspätungen und vereinzelte Flugstreichungen im nationalen wie internationalen Streckennetz.

Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Praxis des „Tankering“ zwar die logistische Versorgungssicherheit am Zielflughafen garantiert, für die Fluggesellschaften jedoch mit höheren Betriebskosten verbunden ist. Das zusätzliche Gewicht des mitgeführten Treibstoffs erhöht den Gesamttreibstoffverbrauch der Maschinen während des Fluges deutlich. Die Maßnahme unterstreicht die Anfälligkeit moderner Großflughäfen, deren Kerosinversorgung stark von der kontinuierlichen Belieferung über den Seeweg abhängt.

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