September 28, 2026

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September 28, 2026

Airbus: Qualitätsprobleme und Fertigungsverzögerungen bei der Auslieferung

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sieht sich bei zwei seiner wichtigsten Passagierflugzeugprogramme mit qualitätsbezogenen Beanstandungen im Fertigungsprozess konfrontiert. Bei der A320-Familie, insbesondere bei den stark nachgefragten Flugzeugen des Typs A321neo, wurden Abweichungen beim Oberflächenschutz von Rumpfbauteilen festgestellt. Ein Sprecher des Konzerns betonte, dass es sich hierbei um ein reines Qualitätsthema und nicht um ein Flugsicherheitsproblem handle, weshalb der laufende Flugbetrieb betroffener Maschinen ohne Einschränkungen fortgesetzt werden könne. Ergänzend dazu gerieten während der Sommermonate die Auslieferungen der Baureihe A330neo ins Stocken, nachdem Inspektionen an der Höhenflosse des Leitwerks notwendig geworden waren. Trotz dieser industriellen Hürden hält der Konzern an seinen Produktionszielen für das Jahr 2026 fest, sieht sich jedoch mit spürbarem Nacharbeitsaufwand und Marktstimmungen konfrontiert. Abweichungen beim Korrosionsschutz an Rumpfelementen der A320-Familie Die Beanstandungen bei der A321neo betreffen den Oberflächenschutz an Längsversteifungselementen, den sogenannten Stringern, im unteren vorderen Rumpfbereich. Die Abweichungen wurden im Zuge von Standard-Nacharbeiten im Werk identifiziert. Nach Einschätzungen aus Branchenkreisen könnte die Thematik potenziell mehr als 500 Flugzeuge betreffen, darunter bereits im Liniendienst befindliche Maschinen sowie Einheiten, die sich derzeit in den Montagehallen oder in der Zulieferkette befinden. Ein Sprecher von Airbus erklärte, dass die Ursache der Abweichung ermittelt und eingedämmt worden sei. Alle neu beschichteten Komponenten entsprächen wieder vollständig den vertraglichen und technischen Vorgaben. Für die Korrektur an bereits gefertigten Teilen sei kein Ausbau der Stringer erforderlich. Nach der Anwendung der vorgesehenen Nachbehandlungsverfahren befinde sich das jeweilige Flugzeug wieder in dem Zustand, der der ursprünglichen Konstruktionsspezifikation entspricht. Dennoch löste die Nachricht an den Finanzmärkten kurzfristig Reaktionen aus; der

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Ryanair verzichtet auf Treibstoffzuschläge und reduziert Wachstumsprognose

Der irische Billigflieger Ryanair verzichtet trotz gestiegener Kerosinpreise auf die Einführung gesonderter Treibstoffzuschläge auf den Ticketpreis. Konzernchef Michael O’Leary kündigte an, die zusätzlichen Belastungen im laufenden Betrieb auffangen zu wollen. Als direkte Konsequenz aus den erhöhten Treibstoffkosten korrigierte das Unternehmen jedoch seine globale Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2027 leicht nach unten: Statt der ursprünglich angepeilten 216 Millionen Passagiere rechnet die Fluggesellschaft nun mit einem Passagieraufkommen von etwa 214 Millionen Fluggästen. Nach Unternehmensangaben wird der Preisanstieg beim Kerosin aktuell noch zu großen Teilen durch Finanzinstrumente zur Treibstoffpreisabsicherung abgefedert. Für die gesamte europäische Luftfahrtbranche erwartet die Unternehmensführung im Sommer 2027 hingegen spürbare Preisanpassungen. O’Leary prognostiziert bei Konkurrenzanbietern Preisaufschläge auf Flugscheine im Bereich von zehn bis zwanzig Prozent, da viele Fluggesellschaften Kostensteigerungen bei Treibstoffen, Flughafengebühren und Flugsicherungsentgelten direkt an die Passagiere weiterreichen müssen. Die erwarteten Preissteigerungen könnten nach Einschätzung der Ryanair-Führung den Konsolidierungsdruck im europäischen Luftverkehr weiter verstärken. Der Konzern rechnet mit marktbedingten Kapazitätsreduzierungen sowie vereinzelten Insolvenzen von finanziell schwächer aufgestellten Anbietern. Vor diesem Hintergrund führt die Fluggesellschaft bereits Gespräche mit verschiedenen europäischen Verkehrsflughäfen, um frei werdende Start- und Landerechte sowie Abfertigungskapazitäten bei möglichen Marktaustritten von Wettbewerbern zu übernehmen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Ankündigung von Preisstabilität im Rahmen der Marketingstrategie von Billigfluggesellschaften zu sehen ist. Zwar sichern langfristige Absicherungsgeschäfte temporäre Kostenvorteile, jedoch treffen gestiegene operative Standortkosten an deutschen und europäischen Flughäfen auch die Low-Cost-Anbieter. Sollte das Kerosinpreisniveau dauerhaft hoch bleiben, wird sich zeigen müssen, ob Tarifstrukturen im untersten Preissegment ohne Anpassung der Grundpreise aufrechterhalten werden können.

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Prüfung von Softwareabweichungen im Flugmanagementsystem der Boeing 737 Max durch die FAA

Der Flugzeugbauer Boeing steht erneut im Fokus der Luftfahrtaufsicht. Grund hierfür ist eine Unregelmäßigkeit in der Software des Flugmanagementcomputers der Modellreihe 737 Max, die unter spezifischen Bedingungen zu einer Unterbrechung der automatischen vertikalen Navigationsführung während eines durchgestarteten Landeanflugs führen kann. Die US-amerikanische Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat angekündigt, das Phänomen in Abstimmung mit dem Hersteller und betroffenen Fluggesellschaften detailliert zu analysieren. Zu diesem Zweck wird ein Prüfungsgremium für Korrekturmaßnahmen (Corrective Action Review Board, CARB) einberufen. Die Untersuchung erfolgt in einer kritischen Phase für den Konzern, da in Kürze Entscheidungen über die Musterzulassung der Variante 737 Max 10 anstehen und Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der kleineren Modellvariante 737 Max 7 laufen. Technische Merkmale und Entstehungsszenario der Softwareabweichung Die identifizierte Abweichung betrifft neuere Versionen der Bordsoftware des Flugmanagementcomputers. Sie tritt ausschließlich im Rahmen einer eng definierten Abfolge von Flugmanövern auf. Voraussetzung ist ein Präzisionsanflug unter Nutzung des Autopiloten. Wird dieser Anflug abgebrochen (Fehlanflug bzw. Go-Around) und nimmt die Cockpitbesatzung im Anschluss Anpassungen an der im System hinterlegten Flugroute vor, kann sich das automatische System für die vertikale Navigation (VNAV) deaktivieren. In diesem Fall schaltet das Flugführungssystem in einen einfacheren Nicksteuerungsmodus um. Der Autopilot selbst bleibt weiterhin voll funktionsfähig, führt jedoch die im Flugmanagementcomputer einprogrammierten Höhenbeschränkungen des vertikalen Flugprofils nicht mehr automatisch aus. Das Flugzeug geht in Standardmodi wie Höheneinstellung oder vertikale Geschwindigkeitsregelung über. Für die Piloten bedeutet dies, dass sie das vertikale Profil manuell überwachen und anpassen müssen, während die horizontale Navigationsführung bestehen bleibt. Sicherheitsrelevanz und Arbeitsbelastung der Cockpitbesatzung Ein plötzlicher

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Bundeswehr würdigt 70-jähriges Bestehen der Luftwaffe mit Großem Zapfenstreich

Mit einem Großen Zapfenstreich in Berlin-Gatow hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius das 70-jährige Bestehen der deutschen Luftwaffe gewürdigt. Am Sitz des Kommandos Luftwaffe marschierten dazu Verbände der Streitkräfte auf, um das Gründungsjubiläum im Rahmen des militärischen Zeremoniells zu begehen. Der Minister verwies in seiner Ansprache auf das veränderte Anforderungsprofil und das erweiterte Aufgabenspektrum der Luftstreitkräfte vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage in Europa. Die historische Entwicklung der Waffengattung begann am 2. Januar 1956, als die ersten 100 freiwilligen Rekruten ihren Dienst am Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen antraten. Seit der geopolitischen Zeitenwende im Jahr 2022 konzentrieren sich die Streitkräfte wieder verstärkt auf die Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO. Zum aktuellen Einsatzspektrum zählen neben der Absicherung des Luftraums an der NATO-Ostflanke auch verlegbare Abfangeinheiten sowie internationale Einsätze im Indopazifik. Zur Modernisierung der Ausrüstung hat die Bundeswehr in den vergangenen Jahren umfangreiche Beschaffungsprojekte auf den Weg gebracht. Neben der Anschaffung von Tarnkappenflugzeugen des Typs F-35 als Nachfolge für die Tornado-Flotte steht der Aufbau des bodengebundenen Luftverteidigungssystems Arrow 3 im Mittelpunkt, das zur Abwehr ballistischer Langstreckenraketen dient. Ergänzt wird die Flotte durch den fortlaufenden Zulauf von Eurofightern und Transportern vom Typ Airbus A400M. Verteidigungsexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Luftwaffe trotz hoher Sondervermögen-Investitionen weiterhin mit gravierenden Engpässen bei Ersatzteilen, der Munitionsbevorratung sowie beim Personalstand zu kämpfen hat. Die permanente hohe Einsatzbelastung bei Bündnis- und Evakuierungsmissionen führt zu einer starken Beanspruchung von Material und fliegendem Personal, was die personelle Einsatzbereitschaft im Routinebetrieb fortlaufend belastet.

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Vulkanische Aktivität am Ätna führt zu Betriebseinstellungen am Flughafen Catania

Erneute Eruptionen des Vulkanmassivs Ätna haben auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien erhebliche Beeinträchtigungen im zivilen Luftverkehr verursacht. Die Betreibergesellschaft SAC des Flughafens Catania-Fontanarossa sah sich am 26. September 2026 gezwungen, den gesamten Start- und Landebetrieb einzustellen. Grund für diese Maßnahme war die anhaltende Emission von Vulkanasche in Kombination mit ungünstigen Windverhältnissen, welche die Flugsicherheit im süditalienischen Luftraum gefährdeten. Die Schließung betraf zentrale Luftraumsektoren und führte bei zahlreichen internationalen sowie nationalen Fluggesellschaften zu Stornierungen und Umleitungen. Von den Ausfällen waren Tausende Reisende betroffen, die teils auf Ausweichflughäfen umgeleitet oder auf Busverbindungen verwiesen werden mussten. Schrittweise Einschränkungen und Schließung des Luftraums Die betrieblichen Einschränkungen am Flughafen Catania begannen bereits vor der vollständigen Einstellung des Flugbetriebs. Zunächst reduzierte die Flugsicherung die Kapazität des Standorts schrittweise. Anstelle der üblichen zwölf Landungen pro Stunde wurden vorübergehend nur noch vier Anflüge genehmigt. Als sich die Aschewolke weiter dem Flughafengelände näherte, verschärfte die Betriebsleitung die Sicherheitsauflagen und verfügte schließlich einen kompletten Stopp aller Flugbewegungen. Die Flughafengesellschaft SAC teilte mit, dass die Einstellung der Starts und Landungen am 26. September 2026 beschlossen wurde und zunächst bis zum 27. September 2026 um 12:00 Uhr Ortszeit aufrechterhalten bleibt. Im Rahmen dieser Sicherheitsmaßnahme wurden die Luftraumsektoren C1 und B3 für den zivilen Luftverkehr gesperrt. Die Koordinationsstelle des Flughafens begründete die Entscheidung mit der Notwendigkeit, Risiken für den Flugverkehr auszuschließen. Flugumleitungen und organisatorische Reaktionen der Fluggesellschaften Schon im Vorfeld der vollständigen Schließung wichen mehrere Fluggesellschaften auf alternative Ziele innerhalb Italiens aus. Nach Berichten italienischer Medien wurden mindestens zehn Flüge umgeleitet. Fünf dieser

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Mitteldeutsche Flughafen AG prüft Terminal-Neubau am Flughafen Dresden

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG) zieht strukturelle Anpassungen an ihren beiden Standorten Dresden und Leipzig/Halle in Betracht. Für den Flughafen Dresden prüft die Betreibergesellschaft derzeit den Neubau eines kleineren Terminalgebäudes. Das vor rund 25 Jahren in Betrieb genommene, gegenwärtige Hauptterminal soll bei Realisierung der Pläne stillgelegt werden, um die laufenden Bewirtschaftungskosten an das veränderte Passagieraufkommen anzupassen. Wie das Unternehmen mitteilte, befinden sich die Überlegungen in einem frühen Stadium; konkrete Beschlüsse zu Standort, Zeitplan und Finanzierung stehen noch aus. Eine Verkleinerung des Altbaus wurde aus Wirtschaftlichkeitserwägungen verworfen. Auch am Fracht- und Passagierknotenpunkt Leipzig/Halle sind operative Vereinfachungen im Gespräch. Um die Instandhaltungs- und Abwicklungskosten im Passagierbereich zu senken, plant das Management den Rückbau von Fluggastbrücken, sodass Fluggäste Maschinen künftig direkt über das Vorfeld erreichen. Zudem soll die Check-in-Infrastruktur räumlich verdichtet werden. Hintergrund beider Maßnahmen ist die historisch bedingte Überdimensionierung der Terminalbauten, die vor der Jahrtausendwende für deutlich höhere Fluggastzahlen ausgelegt worden waren und nun hohe Fixkosten verursachen. Die strukturellen Umbauüberlegungen folgen auf ein Sanierungsprogramm der Holding, das im Juli 2026 vorzeitig abgeschlossen werden konnte und für das Geschäftsjahr 2025 zu einem positiven Betriebsergebnis von 10,5 Millionen Euro führte. Der wirtschaftliche Konsolidierungskurs war von Stellenstreichungen sowie einem Rückgang im Linien- und Low-Cost-Segment begleitet. Das Passagieraufkommen leidet unter Streckenstreichungen etablierter Fluggesellschaften und den im europäischen Vergleich hohen deutschen Standort- und Sicherheitsgebühren. Unter anderem hatte sich die Billigfluggesellschaft Ryanair aus Leipzig zurückgezogen, wobei Verhandlungen über eine mögliche Wiederaufnahme von Verbindungen geführt werden. Luftfahrtexperten werten die Überlegungen der Betreibergesellschaft als notwendige Reaktion auf die veränderten Marktbedingungen

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Untersuchung der Flugunfallbehörde zu einem Treibstoffnotfall nach mehrfachen Landeabbrüchen

Die britische Flugunfalluntersuchungsbehörde Air Accidents Investigation Branch (AAIB) hat ihren Untersuchungsbericht zu einem schwerwiegenden Zwischenfall im britischen Luftraum veröffentlicht. Am 3. Oktober 2025 musste ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Ryanair auf dem Flug von Pisa nach Glasgow aufgrund extremer Wetterbedingungen drei Landeversuche an zwei verschiedenen schottischen Flughäfen abbrechen. Nach einer Flugzeitverlängerung von fast zwei Stunden landete die Boeing 737-800 schließlich mit einer Resttreibstoffmenge von lediglich 363 Kilogramm auf dem Flughafen Manchester. Der Bericht der Ermittlungsbehörde deckt erhebliche Koordinationsfehler zwischen der Flugsicherung und den Abfertigungsdiensten am Flughafen Manchester auf, die dazu führten, dass dem Flugzeug eine frühzeitige Ausweichlandung verwehrt wurde. Wetterbedingte Landeabbrüche und Treibstoffplanung in Glasgow Der Flug Ryanair 3418 startete am 3. Oktober 2025 am Flughafen Pisa mit dem Ziel Glasgow. Aufgrund von Wetterwarnungen vor dem Sturmtief Amy hatte der verantwortliche Luftfahrzeugführer vor dem Start in Italien vorsorglich eine zusätzliche Treibstoffmenge von 1.322 Kilogramm Kerosin getankt. Die Gesamttreibstoffmenge an Bord belief sich beim Abflug auf 11.500 Kilogramm, wovon 1.937 Kilogramm als reine Reserve vorgesehen waren. Diese Extramenge erhöhte die rechnerische Flugzeit um etwa 1 Stunde und 12 Minuten. Beim ersten Anflug auf den Flughafen Glasgow traten in Bodennähe schwere Windschscherungen auf. Das automatische Scherwind-Warnsystem im Cockpit löste aus, woraufhin die Besatzung den Landeanflug abbrach. Die Piloten teilten der örtlichen Flugverkehrskontrolle mit, dass sie bei einem weiteren Fehlanflug direkt den Flughafen Manchester als Ausweichflughafen ansteuern würden. Nachdem auch der zweite Anflugversuch auf Glasgow aufgrund der extremen Windböen gescheitert war, leitete die Besatzung den Flug nach Manchester ein. Abweisung des Ausweichflugs und Notlagerklärung

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Explora Journeys plant Flusskreuzfahrten

Die zum Schweizer Schifffahrtskonzern MSC Group gehörende Luxusmarke Explora Journeys beabsichtigt den Markteintritt in das Segment der Flusskreuzfahrten. Das Unternehmen hat hierzu eine Absichtserklärung mit der niederländischen Werft Den Breejen Shipyard über den Bau von ersten Flusskreuzfahrtschiffen unterzeichnet. Der offizielle Verkaufsstart für die neuen Flussreisen auf europäischen Wasserstraßen ist für das Jahr 2027 angesetzt. Konkrete Details zur Anzahl der Einheiten, zu den vorgesehenen Fahrtgebieten oder zu Terminen für die Inbetriebnahmen wurden bislang nicht veröffentlicht. Mit diesem Schritt breitet die MSC-Gruppe ihr Kreuzfahrtportfolio weiter auf den Binnenbereich aus. Explora Journeys betreibt seit 2023 Hochseekreuzfahrtschiffe im oberen Preissegment und plant, dieses Produktkonzept aus Gastronomie und Passagierbetreuung auf das Flusssegment zu übertragen. Der Ausbau der Flussflotte erfolgt parallel zur Erweiterung der Hochseeflotte des Anbieters, die bis 2028 auf insgesamt sechs Hochseeschiffe anwachsen soll. Der geplante Einstieg der MSC-Tochter spiegelt einen breiteren Branchentrend wider, bei dem zunehmend Hochsee-Veranstalter in den Flussreisesektor drängen. Auch andere internationale Kreuzfahrtkonzerne wie Celebrity Cruises planen ab 2027 mit Neubauten eigene Flusskreuzfahrtsparten im europäischen Raum. Das Marktsegment der Flussreisen wurde bislang überwiegend von spezialisierten Anbietern wie Viking River Cruises, AmaWaterways, A-Rosa oder Nicko Cruises dominiert, die nun verstärkt unter Wettbewerbsdruck geraten. Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der Betrieb von Flusskreuzfahrtschiffen auf europäischen Wasserstraßen spezifischen operativen Risiken unterliegt. Schwankende Wasserstände durch Niedrigwasserphasen auf Flüssen wie dem Rhein oder der Donau führen regelmäßig zu Routenänderungen und Fahrplanabweichungen. Zudem unterliegen Werftkapazitäten für Spezialneubauten Engpässen, was bei der Umsetzung der Vereinbarung mit Den Breejen Shipyard zu zeitlichen Verzögerungen führen kann.

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Qualitätsmängel bei der Beschichtung von A321-Rumpfbauteilen

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus sieht sich mit erneuten Abweichungen in seiner Zulieferkette konfrontiert. Nach Informationen des Branchenportals „The Air Current“ wurden Qualitätsmängel bei der Oberflächenbehandlung im vorderen Unterrumpfbereich zahlreicher Passagierflugzeuge festgestellt. Konkret geht es um einen unzureichenden Korrosionsschutz an Längsversteifungselementen, sogenannten Stringern. Airbus bestätigte das Vorliegen dieser Fertigungsabweichungen. Eine direkte Gefährdung der Flugsicherheit besteht nach Unternehmensangaben nicht. Dennoch erfordern die notwendigen Überprüfungen und Nacharbeiten an betroffenen Komponenten einen erheblichen logistischen Aufwand. Da mehr als 500 Flugzeuge in unterschiedlichen Fertigungsstadien oder in der Zulieferkette betroffen sind, könnte die Abwicklung der Nachbesserungen zu Verzögerungen im Auslieferungsprozess führen. Der Konzern hält jedoch bislang an seinen operativen Jahreszielen für den Flugzeugbau fest. Details zu den Mängeln bei der Oberflächenbehandlung und betroffene Stückzahlen Die Ursache der aktuellen Qualitätsmängel liegt nach Konzernangaben bei einem nachgelagerten Zulieferbetrieb der Ebene Tier-2. Dieser Betrieb hat bei der Aufbringung des Korrosionsschutzes auf den strukturellen Stringern im unteren Rumpfbereich die vorgegebenen Spezifikationen nicht vollständig eingehalten. Die Abweichungen wurden im Zuge von routinemäßigen Qualitätskontrollen und nachfolgenden Nacharbeiten im Montageprozess identifiziert. Stringer dienen als Längsprofile der Versteifung der Flugzeugaußenhaut und tragen zur strukturellen Integrität des Rumpfes bei. Nach Einschätzung von Brancheninsidern erstreckt sich das Ausmaß der Abweichungen auf insgesamt mehr als 500 Flugzeuge. Davon befinden sich schätzungsweise 250 Maschinen in verschiedenen Phasen der Endmontage oder im Zulauf der europäischen, US-amerikanischen und chinesischen Fertigungsstandorte. Die übrigen Einheiten betreffen Bauteile, die sich bereits in der erweiterten Fertigungskette befinden. Jede betroffene Komponente muss vor der finalen Freigabe inspiziert und gegebenenfalls manuell nachbehandelt werden, um

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Führungskonflikte und Sanierungsdruck: Kontroverse über Zentralisierungskurs im Lufthansa-Konzern

Innerhalb des Managements der Deutschen Lufthansa AG ist eine Debatte über die Ausrichtung der neuen Konzernstruktur entbrannt. Neun Monate nach der Einführung des Restrukturierungsprogramms „Matrix Next Level“, das die zentrale Steuerung von Kapazitäten, Streckennetzen und Vertrieb der Kernmarken vorsieht, gehen die Auffassungen im Führungszirkel weit auseinander. Während ein Teil des Managements den eingeschlagenen Kurs als zu weitgehend kritisiert, fordern andere Führungskräfte eine noch konsequentere Bündelung der Entscheidungsbefugnisse. Im Zentrum der internen Auseinandersetzungen steht das Projekt „Nexus“. Dabei prüft der Konzern eine gemeinsame Organisation operativer Aufgaben – wie etwa die Einsatzplanung des fliegenden Personals – für Lufthansa Classic, Lufthansa City Airlines und Discover Airlines. Kritiker warnen davor, dass kostengünstigere Töchter wie City Airlines und Discover durch die Integration in zentrale Prozesse ihre Flexibilität und Kostenvorteile einbüßen könnten. Auf der anderen Seite stoßen weitergehende Zentralisierungspläne insbesondere bei Tochtergesellschaften wie der Schweizer Swiss auf Widerstand gegen eine Beschneidung regionaler Steuerungskompetenzen. Der Reformdruck wird durch die anhaltend schwache Ertragslage der Passagierbeförderung der Kernmarke verstärkt. Das operative Ergebnis der Kerngesellschaft Lufthansa Airlines rutschte im ersten Halbjahr infolge von Arbeitskämpfen, gestiegenen Standortkosten und hoher Treibstoffpreise mit minus 480 Millionen Euro deutlich in die Verlustzone. Aufsichtsratschef Johannes Teyssen bezeichnete die Hauptmarke intern als größtes Sorgenkind des Konzerns und stellte fest, dass das Sanierungsprogramm „Turnaround“ bislang noch nicht die erhoffte finanzielle Wirkung gezeigt hat. Analysten betonen, dass die Lufthansa vor dem schwierigen Spagat steht, einerseits die Kostenstrukturen der Hauptmarke drastisch zu senken und andererseits die Tarif- und Betriebsstrukturen der verschiedenen Tochtergesellschaften abzugrenzen. Die Komplexität von parallel betriebenen Flugbetrieben

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