Verabschiedung in Götzendorf (Foto: Bundesheer/Carina Karlovits).
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Österreichisches Bundesheer verzeichnet steigende Teilnehmerzahlen bei Kaderausbildung

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Das Österreichische Bundesheer verzeichnet ein anhaltendes Interesse an der Laufbahn als Unteroffizier. Anfang September 2026 haben mehr als 1.000 Anwärter die sogenannte Kaderanwärterausbildung 1 begonnen, die als Grundbaustein für die Unteroffiziers- und spätere Offizierslaufbahn dient.

Dies folgt auf die Ausmusterung von 473 neuen Unteroffizieren im Februar an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns. Die Absolventen der 18-monatigen Ausbildung übernehmen nach ihrem Abschluss Aufgaben als Gruppenkommandanten in der Truppe, der Grundwehrdienerausbildung sowie bei Inlandseinsätzen und Auslandsmissionen.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner führte die stabilen Rekrutierungszahlen auf strukturelle Anpassungen und Besoldungsreformen der vergangenen Jahre zurück. Um den vorzeitigen Ausbildungsabbrüchen entgegenzuwirken, hat das Bundesheer im laufenden Jahr unter anderem ein Mentorenprogramm für Kaderanwärter eingeführt. Durch die individuelle Begleitung soll die Bindung an die Truppe gestärkt und die Drop-out-Quote in den ersten Dienstjahren verringert werden. Aktuell umfasst der Unteroffizierskader im Bundesheer knapp 9.000 Personen, darunter 370 Frauen.

Die verstärkte Personalgewinnung steht im Zusammenhang mit der Erhöhung des Verteidigungsbudgets und dem Ausbau des Bundesheeres im Rahmen des Aufbauplans 2030+. Neben der Beschaffung neuer Panzersysteme, Transporthubschrauber und Luftabwehrkapazitäten erfordert der Aufwuchs der Streitkräfte eine entsprechende personelle Abdeckung im mittleren Führungssegment. Unteroffiziere tragen dabei die operative Verantwortung für die Ausbildung der jährlich rund 16.000 Grundwehrdiener sowie für die Instandhaltung des Gerätsparks.

Militärexperten verweisen jedoch darauf, dass der Konkurrenzdruck auf dem zivilen Arbeitsmarkt und der demografische Wandel die langfristige Personalsicherung erschweren. Trotz sinkender Austrittsraten bleibt der Anteil von Frauen im Kaderbereich mit rund vier Prozent weiterhin gering. Zudem erfordert die technische Modernisierung des Bundesheeres eine verstärkte Spezialisierung in IT- und Fachbereichen, für die qualifiziertes Personal auf dem freien Markt stark umworben wird.

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