Das 14. Filmfestival Kitzbühel (FFKB) findet vom 24. bis 28. November 2026 im Tiroler Alpenort statt. Die von der Festivalleitung unter Markus Mörth organisierte Veranstaltung dient als Netzwerktreffen für Filmschaffende, Verleiher, Medienvertreter und Broadcaster aus dem deutschsprachigen Raum. Neben öffentlichen Filmvorführungen stehen Branchenformate wie das Pitching-Event „FFKB Connect“, eine dreiwöchige Drehbuchklausur unter der Leitung von Sebastian Andrae sowie der Nachwuchswettbewerb „Rising Stars“ im Zentrum des Programms.
Die Nachwuchsförderung bildet den organisatorischen Schwerpunkt des Festivals, bei dem Projekte von der Stoffentwicklung bis zur Präsentation vor Finanziers begleitet werden. Zu den im Wettbewerb vertretenen Werken zählt unter anderem der Spielfilm „Down the Arm of God“ von Regisseur Peter Brunner, der in Kitzbühel seine Österreich-Premiere feiert. Ergänzend arbeiten die Veranstalter mit Partnern wie dem Kurier Medienhaus, den Sendeanstalten ORF und ProSiebenSat.1 PULS 4 mit JOYN sowie Verwertungsgesellschaften zusammen, um Nachwuchsregisseuren und Autoren den Zugang zu Produktions- und Vertriebsstrukturen zu erleichtern.
Finanziell und institutionell getragen wird die Veranstaltung von der Stadt Kitzbühel, dem Land Tirol, der Cine Tirol Film Commission sowie dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Trotz der etablierten Stellung als Treffpunkt der österreichischen und deutschen Filmbranche steht die Veranstaltung vor dem Hintergrund veränderter Verwertungsbedingungen im Film- und Fernsehsamarkt. Durch die Kooperation mit der Streaming-Plattform JOYN, die preisgekrönte Kurzfilme in ihr Portfolio übernimmt, versuchen die Organisatoren, die zeitliche Relevanz über die eigentliche Festivalwoche hinaus zu verlängern.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass regionale Filmfestivals zunehmend gefordert sind, ihre Wirtschaftlichkeit gegenüber öffentlichen Fördergebern zu rechtfertigen. In Zeiten stagnierender Budgets im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und steigender Produktionskosten im unabhängigen Filmsektor gewinnen Formate, die direkte Verhandlungen zwischen Nachwuchstalenten, Produzenten und privaten Medienkonzernen ermöglichen, an betriebswirtschaftlicher Bedeutung.