
Überschwemmungen belasten Flughafenbetrieb in Bangkok
Heftige Überschwemmungen in der thailändischen Hauptstadt Bangkok führen zu erheblichen Einschränkungen im Flug- und Bodenbetrieb der beiden Großflughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang. Obwohl die Start- und Landebahnen beider Verkehrsflughäfen betriebsbereit bleiben, beeinträchtigen die Wassermassen die Logistik auf den Vorfeldern, die Zufahrtswege sowie die Kapazitäten bei der Gepäckabfertigung. Nach Angaben des staatlichen Flagcarriers Thai Airways mussten für den 29. und 30. September 2026 mindestens 14 Flüge gestrichen werden. Am Hauptflughafen Suvarnabhumi stauen sich nach Branchenangaben rund 5.000 Gepäckstücke, die aufgrund von personellen und technischen Engpässen bei den Bodendiensten nicht rechtzeitig verladen werden konnten. Zur Bewältigung der Passagierströme und zur Entlastung der Terminals haben mehrere in Thailand operierende Fluggesellschaften Sonderregelungen für betroffene Kunden erlassen. Neben Thai Airways bieten auch Low-Cost-Anbieter und Regionalgesellschaften wie AirAsia, Bangkok Airways, Nok Air, Thai Lion Air und Thai Vietjet gebührenfreie Umbuchungen sowie Terminanpassungen an. Die Maßnahmen sollen verhindern, dass zusätzliche Fluggäste in den überschwemmten Zufahrtsbereichen der Flughäfen stranden. Die thailändischen Behörden und Wetterdienste prognostizieren zwar eine schrittweise Konsolidierung der Wetterlage, verweisen jedoch auf anhaltende Verzögerungen bei der Räumung der Verkehrswege rund um das Stadtgebiet. Die witterungsbedingten Ausfälle treffen den thailändischen Luftfahrtsektor in einer Phase hoher Auslastung im internationalen Transitverkehr. Neben den direkten Flugstreichungen führen verspätete Bodenabfertigungen und fehlende Freigaben für das Kabinen- und Bodenpersonal zu Kettenreaktionen im gesamten regionalen Streckennetz Südostasiens. Die Eisenbahn- und Straßenanbindungen an das Stadtzentrum von Bangkok sind stellenweise nur eingeschränkt nutzbar, was den Passagier- und Gütertransport zum Flughafen weiter erschwert. Branchenanalysten betonen, dass extreme Wetterereignisse in Südostasien die Fragilität der regionalen Transportinfrastruktur offenlegen.








