Airbus A350-900 (Foto: Mario Caruana / MAviO News).
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Lufthansa stockt Langstreckenflüge ab München nach Bangalore und Johannesburg auf

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Die Deutsche Lufthansa hebt im ersten Quartal 2027 vorübergehend ihre Frequenzen auf ausgewählten Interkontinentalstrecken ab dem Drehkreuz München an. Aus Branchenberichten geht hervor, dass die Fluggesellschaft in den ersten Wochen des Jahres die Verbindungen in die indische Technologiemetropole Bangalore sowie nach Johannesburg in Südafrika verdichtet.

Auf der Route nach Bangalore erhöht der Konzern das Angebot vom 1. bis 13. Januar von derzeit fünf auf sieben wöchentliche Verbindungen, bevor die Frequenz ab dem 19. Januar auf sechs Flüge pro Woche angepasst wird. Auch die Verbindung nach Johannesburg wird zwischen dem 5. Januar und 13. Februar von fünf auf sechs wöchentliche Abflüge aufgestockt, wobei im Zeitraum vom 22. Januar bis 5. Februar tägliche Flüge vorgesehen sind. Auf beiden Strecken setzt der Luftfahrtkonzern Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A350-900 ein.

Die Aufstockung der Frequenzen fällt in eine Phase erhöhter Nachfrage im Fernreise- und Geschäftsreiseverkehr zu Beginn des Jahres. Insbesondere der indische Markt verzeichnet seit der Pandemie ein kontinuierliches Wachstum im Passagieraufkommen, was Fluggesellschaften zu einer flexiblen Anpassung ihrer Kapazitäten veranlasst. Für den Standort München stellt der Einsatz des A350-900 das zentrale Element der Langstreckenflotte dar, da das Flugmuster durch seine Reichweite und Sitzplatzkapazität für derartige saisonale Nachfragespitzen ausgelegt ist. Parallel dazu bedient Lufthansa diese Ziele auch von ihrem primären Drehkreuz Frankfurt aus, wodurch sich das Gesamtangebot ab Deutschland temporär verdichtet.

Branchenbeobachter verweisen darauf, dass solche kurzfristigen Frequenzanpassungen Teil der operativen Flottensteuerung sind, um die Auslastung auf ertragsstarken Routen zu optimieren. Der temporäre Charakter der Aufstockung bis Mitte Februar deutet darauf hin, dass die Fluggesellschaft gezielt auf die Nachfragespitzen im Reiseverkehr der Wintermonate reagiert und Kapazitäten je nach Buchungslage flexibel zwischen den Drehkreuzen verschiebt. Zudem stehen dem Konzern durch die schrittweise Auslieferung weiterer Neuzugänge in der Langstreckenflotte zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung, deren wirtschaftliche Auslastung im Streckennetz koordiniert werden muss.

Trotz der Aufstockung sehen sich europäische Netzcarrier weiterhin mit operativen Herausforderungen konfrontiert. Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Langstreckenflugzeuge sowie Engpässe in den weltweiten Lieferketten für Ersatzteile schränken die Flexibilität der Flugplanung branchenweit ein. Das temporäre Zusatzangebot auf den Strecken nach Indien und Südafrika muss sich daher an der Stabilität der Betriebsabläufe am Münchner Flughafen messen lassen, um Verspätungen und Flugausfälle in der intensiv genutzten Wintersaison zu vermeiden.

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