
Zwei weitere B787: Lufthansa setzt noch stärker auf die Langstrecke
Die Deutsche Lufthansa AG vollzieht eine tiefgreifende operative Neuausrichtung ihres Flugbetriebs. Während das europäische Zubringernetz grundlegend umstrukturiert und verkleinert wird, richtet der Luftfahrtkonzern seine Kapazitäten verstärkt auf das margenstarke Interkontinentalgeschäft aus. E in zentraler Baustein dieser Anpassung ist die Übernahme von zwei ursprünglich für die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines gebauten Großraumflugzeugen vom Typ Boeing 787-9. Gleichzeitig reagiert das Management um Konzernchef Carsten Spohr auf strukturelle Defizite im Kurzstreckensegment, die das operative Gesamtergebnis der Kernmarke seit Längerer Zeit belasten. Flottenzuwachs durch Stornierungsfrequenzen im US-Werk Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing liefert zwei Langstreckenjets des Typs 787-9 an den Lufthansa-Konzern aus. Die beiden Maschinen wurden ursprünglich von LOT Polish Airlines geordert. Im Zuge der Marktturbulenzen während der Covid-19-Pandemie verzichtete die polnische Fluggesellschaft jedoch auf die Abnahme des Duos. Infolgedessen lagerte Boeing die vorgefertigten Flugzeuge über mehrere Jahre auf einem Abstellplatz im kalifornischen Victorville ein. Die beiden Langstreckenflugzeuge, die künftig unter den deutschen Kennzeichen D-ABQF und D-ABQG registriert sind, blicken trotz eines Alters von sechs Jahren auf ein Minimum an absolvierten Flugstunden zurück. Wie das Unternehmen auf Nachfrage bestätigte, basiert der Transfer auf einer Rahmenvereinbarung mit Boeing aus dem Jahr 2022. Seinerzeit erweiterte der Vorstand seine Dreamliner-Bestellungen um insgesamt sieben Einheiten. Ziel dieser Maßnahme war es, Verzögerungen bei anderen Flugzeugprogrammen – darunter die spürbare Auslieferungsverzögerung des Hoffnungsträgers Boeing 777X – kompensieren zu können. Neue Kabinenausstattung und strategische Übergänge bei LOT Vor ihrem Einsatz im Lufthansa-Streckennetz werden die beiden Jets mit der neuen Allegris-Kabineneinrichtung ausgestattet. Das Sitzplatzangebot der Maschinen beläuft sich auf 287 Plätze. Davon








