Die Fluggesellschaft Emirates hat die Aussetzung ihrer Codeshare-Verbindungen mit der Partnergesellschaft Flydubai von und nach Tel Aviv ab sofort und bis auf Weiteres bekannt gegeben.
Wie die Fluggesellschaft mitteilte, werden Passagiere mit dem Ziel Tel Aviv an den Abflugorten vorerst nicht mehr an Bord genommen. Für Reisende, die sich zum Zeitpunkt des Beschlusses bereits auf dem Flugweg befanden, veranlassten die beteiligten Unternehmen Unterstützung zur Abwicklung der Reiseketten.
Die Maßnahme folgt unmittelbar auf einen Zwischenfall an Bord des Flydubai-Fluges FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv. Während des Fluges kam es im Cockpit zu einem körperlichen Übergriff des Kopiloten auf den Flugkapitän, was einen abrupten Sinkflug sowie eine Notlandung der Maschine im saudi-arabischen Tabuk erzwang. Als Reaktion auf das Ereignis stellten die Behörden und Flydubai den Flugbetrieb auf der Route vorübergehend ein, um die sicherheitsrelevanten Hintergründe des Vorfalls zu untersuchen.
Der Ausfall der Codeshare-Flüge verdeutlicht die Anfälligkeit der zivilen Luftfahrtverbindungen in der Nahost-Region für Sicherheitsrisiken und politische Spannungen. Der Korridor zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel, der nach der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen im Rahmen der Abraham-Abkommen im Jahr 2020 rasch ausgebaut wurde, war bereits in den vergangenen Jahren wiederholt durch regionale Konflikte und Unterbrechungen beeinträchtigt.
Die Unterbrechung stellt beide Fluggesellschaften vor logistische Herausforderungen bei der Umbuchung von Passagieren und der Kapazitätenplanung im Streckennetz. Zudem unterstreicht die Notlandung in Saudi-Arabien die Komplexität der überregionalen Flugsicherheit und die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen den internationalen Luftfahrtbehörden bei der Bewertung von Gefahrenlagen im Cockpit.