Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer hat im dritten Quartal 2026 insgesamt 66 Flugzeuge an Kunden übergeben. Damit verzeichnet das Unternehmen ein Auslieferungsplus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
In den ersten neun Monaten des Jahres summiert sich die Zahl der ausgelieferten Maschinen auf 175 Einheiten, was einer Steigerung um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das Management führt diese Entwicklung auf Maßnahmen zur Glättung der Produktionsabläufe zurück, um die typischerweise hohe Auslieferungskonzentration am Jahresende schrittweise abzuschwächen.
Den Schwerpunkt der Übergaben bildete das Segment der Geschäftsreiseflugzeuge mit 41 Einheiten, was dem Niveau des Vorjahresquartals entspricht. Im Bereich der zivilen Luftfahrt lieferte der Konzern 22 Verkehrsflugzeuge aus. Darunter befanden sich elf Modelle der älteren Baureihe E175 sowie elf Maschinen der moderneren E2-Familie. Ergänzend wurden im Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit drei Militärflugzeuge übergeben, darunter ein Transportflugzeug vom Typ KC-390 Millennium sowie zwei Schulungs- und Erdkampfflugzeuge des Typs A-29 Super Tucano.
Trotz des Mengenzuwachses steht der Flugzeugbauer wie die gesamte Luftfahrtbranche vor Herausforderungen in der globalen Lieferkette. Verzögerungen bei Zulieferern von Baugruppen und Triebwerken beeinflussen weiterhin den genauen Takt der Fertigung. Das Unternehmen hält jedoch an der Jahresprognose für 2026 fest und plant weiterhin die Auslieferung von 80 bis 85 Verkehrsflugzeugen sowie 160 bis 170 Geschäftsreiseflugzeugen. Ob diese Vorgaben im vierten Quartal ohne operative Engpässe erreicht werden, hängt maßgeblich von der Stabilität der vorgelagerten Logistikketten ab.