Airbus A350 (Foto: Lufthansa Group).
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Lufthansa Group bündelt Werbeangebote auf neuer Plattform Lufthansa Group Media

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Der Lufthansa-Konzern führt seine bisher dezentral verwalteten Werbe- und Vermarktungsaktivitäten unter dem Markennamen Lufthansa Group Media zusammen.

Die neu aufgestellte Einheit soll Werbekunden einen zentralen Zugang zu über 130 Millionen Passagieren pro Jahr bieten. Die Plattform deckt mehr als 72 Kontaktpunkte entlang der gesamten Reisekette ab – von der Online-Buchung über Flughafen-Lounges bis hin zum Bordservice und der Betreuung nach dem Flug. Zum Start sind die Kerngesellschaften Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines in das System integriert, während weitere Konzernbereiche wie Eurowings oder Discover Airlines schrittweise folgen sollen.

Mit der Konsolidierung zielt der Konzern auf die Monetarisierung sogenannter Retail-Media-Möglichkeiten im Luftverkehr ab. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit den besonderen Rahmenbedingungen von Flugreisen, bei denen Passagiere über längere Zeiträume hinweg weniger durch alltägliche Einflüsse abgelenkt und somit empfänglicher für Werbebotschaften sind. Für das Jahr 2027 plant die Vermarktungssparte den Ausbau digitaler Flächen, darunter bis zu zehn Werbebildschirme in der Premium-Lounge am New Yorker Flughafen JFK sowie sieben Monitore am Drehkreuz Washington Dulles. Ergänzend sollen datengestützte Zielgruppenanalysen genutzt werden, um Werbeinhalte auf den Inflight-Entertainment-Systemen und über das neue Bord-WLAN gezielter zu platzieren.

Branchenbeobachter werten den Vorstoß als Reaktion auf den steigenden Druck zur Generierung von Zusatzerträgen abseits des reinen Ticketgeschäfts. Allerdings bringt die zunehmende Kommerzialisierung der digitalen Schnittstellen auch Herausforderungen mit sich. Eine zu intensive oder als aufdringlich empfundene Ausspielung von Werbeinhalten auf Bildschirmen und Mobilgeräten könnte von Fluggästen, insbesondere in Premium-Klassen, kritisch wahrgenommen werden. Der Erfolg der Plattform wird daher maßgeblich davon abhängen, ob die Balance zwischen Erlösgewinnung und Passagierkomfort gewahrt bleibt.

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