
USA gewähren Ausnahme: Flugverkehr zwischen Iran und Nadschaf wieder aufgenommen
Irakische und iranische Fluggesellschaften haben den Passagierflugverkehr zwischen dem Iran und dem irakischen Flughafen Nadschaf nach einer rund einwöchigen Unterbrechung wieder aufgenommen. Wie das Büro des irakischen Premierministers Anfang Oktober 2026 mitteilte, erteilte die irakische Regierung die Genehmigung für bis zu 40 tägliche Flüge auf dieser Route. Von der Regelung ausgenommen bleibt die iranische Fluggesellschaft Mahan Air, die weiterhin unter direkten US-Sanktionen steht. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Verbindungen war eine begrenzte Ausnahmegenehmigung der US-Sanktionsbehörden. Der Flugbetrieb war zuvor ausgesetzt worden, da lokale Bodenabfertigungsunternehmen am Flughafen Nadschaf aus Sorge vor sekundären US-Strafmaßnahmen die Betreuung iranischer Maschinen verweigert hatten. Die vorübergehende Befreiung soll primär den Reiseverkehr schiitischer Pilger zu den heiligen Stätten im Irak sowie Flüge für medizinische Behandlungen und Ausbildungszwecke sicherstellen. Der Vorfall verdeutlicht die hohe Verwundbarkeit der regionalen Luftfahrtinfrastruktur durch das US-Sanktionsregime gegen Teheran. Für die irakische Seite besitzt der Flughafen Nadschaf erhebliche wirtschaftliche Bedeutung, da der religiöse Tourismus eine zentrale Einnahmequelle der Region darstellt. Dass Washington die Ausnahme zeitlich eng befristet hat, unterstreicht den anhaltenden politischen Druck auf die regionalen Flugverbindungen und zwingt die beteiligten Akteure zu einer kontinuierlichen Abstimmung.

