Oktober 6, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

Oktober 6, 2026

USA gewähren Ausnahme: Flugverkehr zwischen Iran und Nadschaf wieder aufgenommen

Irakische und iranische Fluggesellschaften haben den Passagierflugverkehr zwischen dem Iran und dem irakischen Flughafen Nadschaf nach einer rund einwöchigen Unterbrechung wieder aufgenommen. Wie das Büro des irakischen Premierministers Anfang Oktober 2026 mitteilte, erteilte die irakische Regierung die Genehmigung für bis zu 40 tägliche Flüge auf dieser Route. Von der Regelung ausgenommen bleibt die iranische Fluggesellschaft Mahan Air, die weiterhin unter direkten US-Sanktionen steht. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Verbindungen war eine begrenzte Ausnahmegenehmigung der US-Sanktionsbehörden. Der Flugbetrieb war zuvor ausgesetzt worden, da lokale Bodenabfertigungsunternehmen am Flughafen Nadschaf aus Sorge vor sekundären US-Strafmaßnahmen die Betreuung iranischer Maschinen verweigert hatten. Die vorübergehende Befreiung soll primär den Reiseverkehr schiitischer Pilger zu den heiligen Stätten im Irak sowie Flüge für medizinische Behandlungen und Ausbildungszwecke sicherstellen. Der Vorfall verdeutlicht die hohe Verwundbarkeit der regionalen Luftfahrtinfrastruktur durch das US-Sanktionsregime gegen Teheran. Für die irakische Seite besitzt der Flughafen Nadschaf erhebliche wirtschaftliche Bedeutung, da der religiöse Tourismus eine zentrale Einnahmequelle der Region darstellt. Dass Washington die Ausnahme zeitlich eng befristet hat, unterstreicht den anhaltenden politischen Druck auf die regionalen Flugverbindungen und zwingt die beteiligten Akteure zu einer kontinuierlichen Abstimmung.

weiterlesen »

Pegasus hat übernommen: Smartwings unter neuer Führung

Die türkische Low-Cost-Fluggesellschaft Pegasus Airlines hat die vollständige Übernahme der tschechischen Fluggesellschaft Czech Airlines sowie der Smartwings Group mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 abgeschlossen. Im Zuge des Eigentümerwechsels gab die Unternehmensgruppe eine Neubesetzung der Spitzenpositionen bei der Tochtergesellschaft Smartwings bekannt. Mit Emre Pekesen als neuem Chief Executive Officer und Nur Karabacak als Chief Financial Officer übernehmen zwei erfahrene Führungskräfte aus dem Mutterkonzern die Verantwortung für die operative und finanzielle Ausrichtung des tschechischen Beförderungsunternehmens. Die Transaktion umfasst ein Gesamtwertvolumen von rund 154 Millionen Euro und führt zur Entstehung einer erweiterten europäischen Luftfahrtgruppe. Personelle Neuausrichtung in der Unternehmensführung Die Führungswechsel bei Smartwings wurden am 2. Oktober 2026 offiziell mitgeteilt, nachdem die Verträge zum 1. Oktober 2026 in Kraft getreten waren. Beide ernannten Führungskräfte blicken auf eine jahrelange Tätigkeit im Management von Pegasus Airlines zurück. Emre Pekesen trat im Jahr 2010 als Vertriebsleiter in das türkische Unternehmen ein und verantwortete seit dem Jahr 2022 als Group Director die Bereiche Vertrieb und Netzplanung. In dieser Funktion steuerte er unter anderem die Expansion des Streckennetzes und die kommerzielle Ausrichtung der Fluggesellschaft. Nur Karabacak übernahm die Position der Finanzvorständin bei Smartwings. Sie stieg im Jahr 2018 als Investor Relations Managerin bei Pegasus Airlines ein und leitete seit 2019 die Abteilungen für Budgetierung, Berichtswesen und Kostenkontrolle. In einer offiziellen Stellungnahme bedankte sich das Management von Pegasus bei beiden Führungskräften für ihre bisherige Arbeit und betonte das Vertrauen in deren Qualifikationen für die Integration und Weiterentwicklung von Smartwings. Details der Transaktion und regulatorische Rahmenbedingungen Die Verhandlungen über

weiterlesen »

Riyadh Air baut Flugfrequenz nach London-Heathrow im Winterflugplan aus

Die im Staatsbesitz befindliche saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air erhöht wenige Monate nach der Aufnahme ihres regulären Flugbetriebs die Kapazitäten auf der Strecke zwischen Riad und London-Heathrow. Ab dem 2. November 2026 wird die Verbindung von bislang sieben auf neun wöchentliche Umläufe aufgestockt. Die zwei zusätzlichen Flüge werden an den Verkehrstagen Montag und Mittwoch angeboten, um der steigenden Nachfrage auf dieser Schlüsselroute im Nahost-Verkehr zu begegnen. Der reguläre Passagierflugbetrieb der Fluggesellschaft auf der Route nach London hatte am 10. Juni 2026 begonnen. Die neu hinzugefügten Umläufe sind als Tagesflüge von der saudi-arabischen Hauptstadt nach Großbritannien konzipiert, während die Rückflüge aus London als Nachtverbindungen durchgeführt werden. Die britische Metropole gehörte zu den ersten internationalen Zielen des Unternehmens, das mit staatlicher Unterstützung aus dem Public Investment Fund (PIF) als zweiter nationaler Netzwerkträger des Landes aufgebaut wird. Der schnelle Ausbau der Frequenzen verdeutlicht den intensiven Wettbewerb im Luftverkehr zwischen Europa und der Golfregion. Um die angestrebte Marktposition zu erreichen, benötigt die Airline den Zugriff auf begehrte Start- und Landerechte (Slots) an stark reglementierten Drehkreuzen wie London-Heathrow. Zwar erweitert der Träger sein Streckennetz schrittweise um weitere europäische und regionale Ziele wie Manchester, Kairo oder Madrid, steht jedoch bei der Flottenauslastung und der langfristigen Rentabilität im direkten Konkurrenzkampf mit etablierten Anbietern der Region.

weiterlesen »