Die südamerikanische Fluggesellschaft Latam und die US-amerikanische Delta Air Lines blicken vier Jahre nach Beginn ihrer Partnerschaft auf ein deutliches Wachstum im Luftverkehr zwischen Nord- und Südamerika zurück.
Seit dem operativen Start des Joint Ventures im Oktober 2022 führten beide Fluggesellschaften gemeinsam rund 83.000 Flüge durch und beförderten dabei etwa 17,4 Millionen Passagiere. Für das Gesamtjahr 2026 planen die Unternehmen eine Kapazitätssteigerung um 31 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023.
Im Rahmen des Abkommens wurden bislang neun neue Strecken ins Netz aufgenommen und insgesamt 28 gemeinsame Verbindungen betrieben. Dazu zählen unter anderem Verbindungen zwischen São Paulo und Los Angeles, Buenos Aires und Miami sowie Strecken von Atlanta nach Lima und Cartagena. Über das Streckennetz beider Partner werden derzeit mehr als 300 Zielorte in den USA, Kanada und Südamerika abgedeckt. Mehr als die Hälfte aller Fluggäste, rund 9,4 Millionen Personen, nutzte bei ihren Reisen Umsteigeverbindungen an den Drehkreuzen der beiden Gesellschaften.
Der Ausbau der Streckennetze und Frequenzen stärkt die Marktposition beider Partner im transkontinentalen Verkehr. Das regionale Kapazitätswachstum fällt dabei unterschiedlich aus: Während der Markt in Ecuador mit einem Zuwachs von 64 Prozent gegenüber 2023 am stärksten zulegte, stiegen die angebotenen Sitzplatzkapazitäten im brasilianischen Markt um knapp 33 Prozent und in Peru um 25 Prozent. Neben den Passagierflügen haben beide Airlines auch ihre operative Kooperation im Bereich der Flugzeugwartung ausgeweitet.