Der Online-Vermittler Airbnb verzeichnet für den Reisezeitraum von September bis November 2026 einen spürbaren Anstieg der Suchanfragen nach naturnahen Inlandszielen in Deutschland.
Eine Auswertung der Plattformdaten aus dem zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt, dass insbesondere Destinationen in Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald, der Vulkaneifel und dem Harz sowie Küstenorte an der Ostsee verstärkt im Suchfokus deutscher Reisender liegen. An der Spitze der regionalen Zuwachsraten befinden sich Kleinstädte und ländliche Gemeinden wie Lahr im Schwarzwald, Kirchheim in Hessen, Dreieich sowie Rieden in der Eifel.
Im Segment der Familienreisen zeichnet sich ein deutlicher Schwerpunkt auf Destinationen mit kombinierter Infrastruktur aus Wasser-, Berg- und Freizeitangeboten ab. Das schleswig-holsteinische Ostseebad Scharbeutz führt die Rangliste der bei Familien beliebtesten Zuwachsziele an, gefolgt von den Harzer Standorten Braunlage und Wernigerode sowie Lindau am Bodensee und der nordfriesischen Gemeinde Wangerland. Der Trend verdeutlicht die anhaltende Nachfrage nach Inlandsurlauben abseits stark frequentierter Großmetropolen im Herbst.
Parallel zu den geänderten Nachfragemustern verschärfen sich die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für die Plattformvermietung in Deutschland. Seit dem Sommer 2026 greift die neue EU-Kurzzeitvermietungsverordnung, über deren nationale Schnittstelle Belegungsdaten automatisch an Behörden übermittelt werden. Zusammen mit strengeren kommunalen Zweckentfremdungsverboten und wegweisenden Urteilen zur gewerblichen Untervermietung führt dies zu einer zunehmenden Professionalisierung und Regulierung des Marktangebots im privaten Beherbergungssektor.