Die mexikanische Fluggesellschaft Aeroméxico beförderte im September 2026 insgesamt 1,853 Millionen Passagiere. Während die reine Fluggastzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent sank, verzeichnete das Unternehmen gemessen an den verkauften Sitzkilometern (RPMs) ein Nachfragewachstum von 3,6 Prozent.
Dieses Ergebnis reflektiert die Verlagerung des Streckennetzes auf langstreckige, internationale Verbindungen. Die angebotene Gesamtkapazität in verfügbaren Sitzkilometern (ASMs) stieg zeitgleich um 3,4 Prozent, wodurch der durchschnittliche Sitzladefaktor leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 87,1 Prozent anstieg.
Die operative Entwicklung verdeutlicht eine klare Zweiteilung zwischen dem Inlands- und dem Auslandsgeschäft. Während die Inlandsnachfrage im September um 3,7 Prozent zurückging und die Passagierzahlen auf mexikanischen Verbindungen um 3,9 Prozent nachgaben, wuchs das internationale Passagieraufkommen um 1,8 Prozent. Gemessen in Sitzkilometern legte die internationale Nachfrage sogar um 6,6 Prozent zu. Der Auslastungsgrad auf internationalen Routen erreichte somit 87,6 Prozent.
Trotz der stabilen Auslastung nach dem saisonalen Sommerhoch wies die Unternehmensführung unter Chief Executive Officer Andrés Conesa auf ein erschwertes Marktumfeld hin. Insbesondere gestiegene Kerosinpreise belasten die Kostenstruktur der Fluggesellschaft stärker als ursprünglich kalkuliert. Als Reaktion darauf kündigte Aeroméxico eine fortlaufende Optimierung der Kapazitätssteuerung an, um rentables Wachstum auf den ertragsstarken Auslandsstrecken zu priorisieren und den Kostendruck abzufedern.
Luftfahrtanalysten werten die aktuellen Verkehrsdaten als Bestätigung für den strikten Konsolidierungskurs der Gesellschaft. Durch das überproportionale Wachstum auf internationalen Routen, unter anderem über die engere Anbindung an den Joint-Ventures-Partner Delta Air Lines, gelingt es der mexikanischen Fluggesellschaft, den Nachfragerückgang auf dem heimischen Markt auszugleichen und die Gesamtertragslage zu sichern.