Airbus A350-900 und Airbus A321neo (Rendering: Airbus).
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Biman Bangladesh Airlines schließt ersten Kaufvertrag mit Airbus ab

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Die staatliche Fluggesellschaft Biman Bangladesh Airlines, hat am 7. Oktober 2026 erstmals fest eingegangene Kaufverträge mit dem europäischen Flugzeugbauer Airbus unterzeichnet. Das Abkommen umfasst die Lieferung von insgesamt zehn Passagierflugzeugen, darunter vier Langstreckenmaschinen des Typs Airbus A350-900 sowie sechs Schmalrumpfflugzeuge des Typs Airbus A321neo.

Die Unterzeichnung fand im Rahmen einer Zeremonie am Hauptsitz der Fluggesellschaft in der Hauptstadt Dhaka statt. Damit bricht die Fluggesellschaft mit ihrer bisherigen Flottenstrategie, die im Strahlflugzeugbereich ausschließlich auf Produkte des US-amerikanischen Herstellers Boeing setzte, und erweitert ihr geplantes Beschaffungsvolumen auf insgesamt 35 Neuzugänge beider Hersteller.

Neuausrichtung der Beschaffungsstruktur und Aufteilung der Flugzeugtypen

Die am 7. Oktober 2026 besiegelte Vereinbarung unterscheidet sich von den ursprünglichen Absichtserklärungen der Regierung in Dhaka aus dem Jahr 2023. Damals hatten Regierungsvertreter noch die Beschaffung von zehn reinen A350-Langstreckenmaschinen in Aussicht gestellt. Das finale Vertragswerk verteilt das Auftragsvolumen nun auf vier Großraumflugzeuge für den Interkontinentalverkehr und sechs Mittelstreckenflugzeuge für das regionale Streckennetz.

Nach Angaben der Unternehmensführung sollen die Airbus A350-900 künftig auf Routen nach Nordamerika, Europa sowie in den Nahen Osten eingesetzt werden. Die Airbus A321neo sind hingegen für Verbindungen im asiatischen Raum vorgesehen, wo sie durch ihre Reichweite und Kapazität den Aufbau neuer Märkte vom Drehkreuz Dhaka aus unterstützen sollen. Die ersten Auslieferungen aus diesem Festauftrag werden für das Jahr 2030 erwartet. Finanzielle Einzelheiten oder Listenpreise für das Zehn-Flugzeuge-Paket wurden von den Vertragsparteien nicht bekannt gegeben.

Parallele Großbestellungen beim US-Hersteller Boeing

Der Airbus-Auftrag reiht sich ein in ein umfangreiches Investitionsprogramm, das die Fluggesellschaft im Laufe des Jahres 2026 bei Boeing initiiert hat. In zwei Tranchen sicherte sich Biman insgesamt 25 Maschinen des US-Herstellers. Ein erster Vertrag vom 30. April 2026 umfasste acht Boeing 787-10, zwei Boeing 787-9 sowie vier Maschinen des Typs 737-8. Am 23. September 2026 folgte eine Ergänzungsvereinbarung über weitere fünf Boeing 787-10 und sechs 737-8.

Die Auslieferungen der Boeing-Flotte sollen im November 2031 beginnen und sich bis in das Jahr 2035 erstrecken. Nach Abschluss aller Lieferungen wird sich der Gesamtbestand der georderten Biman-Flotte auf 19 Großraumflugzeuge und 16 Schmalrumpfflugzeuge belaufen.

Marktanteile und wirtschaftlicher Hintergrund am Drehkreuz Dhaka

Der Minister für Zivilluftfahrt und Tourismus, M. Rashiduzzaman Millat, verwies bei der Vertragsunterzeichnung auf die Notwendigkeit der Kapazitätserweiterung. Derzeit bedient Biman Bangladesh Airlines mit einer aktiven Flotte von 19 Flugzeugen – bestehend vorwiegend aus älteren Boeing-Modellen sowie Dash-8-Turboprops – lediglich rund 20 Prozent des gesamten Passagieraufkommens von und nach Bangladesch. Der verbleibende Großteil des Marktes wird von internationalen Fluggesellschaften aus den Golfstaaten und Südostasien abgedeckt.

Mit der Mischflotte aus Airbus- und Boeing-Mustern versucht die Fluggesellschaft, ihre Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren und Kapazitäten flexibler an unterschiedliche Marktsegmente anzupassen. Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der parallele Betrieb zweier unterschiedlicher Flottenfamilien zusätzliche Anforderungen an die Logistik, Wartung sowie die Ausbildung von Cockpit- und Kabinenpersonal mit sich bringen wird.

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