Flughafen Riad (Foto: AMC).
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Eskalation im Nahen Osten: Koordinierte Luftangriffe auf internationale Flughäfen in Saudi-Arabien und Jemen

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Eine Serie koordinierter Drohnen- und Raketenangriffe auf mehrere Zivilflughäfen in Saudi-Arabien sowie im benachbarten Jemen hat die Region in eine schwere Krise gestürzt. Wie die saudi-arabische Zivilluftfahrtbehörde General Authority of Civil Aviation (GACA) am 7. Oktober 2026 mitteilte, forderten die Angriffe auf den internationalen Flughafen King Khalid in der Hauptstadt Riad sowie den internationalen Flughafen Abha im Südwesten des Königreichs mindestens drei Todesopfer und 36 Verletzte.

Die im Jemen agierende Huthie-Miliz übernahm umgehend die Verantwortung für die Militärschläge. Der Vorfall markiert eine gravierende Intensivierung der Feindseligkeiten im regionalen Konflikt und stellt die Sicherheit des internationalen Zivilluftverkehrs auf der Arabischen Halbinsel vor eine Bewährungsprobe.

Details zu den Angrifffszielen und der Opferbilanz

Die Angriffe konzentrierten sich in den Tagen des 6. Oktober 2026 und 7. Oktober 2026 auf Schlüsselinfrastrukturen des saudi-arabischen Luftverkehrs. Auf dem Flughafen Abha, der nahe der jemenitischen Grenze liegt und regelmäßig als Ziel regionaler Auseinandersetzungen dient, kamen bei dem Einschlag von Kampfdrohnen und ballistischen Raketen zwei Frauen – eine marokkanische und eine algerische Staatsbürgerin – ums Leben. Weitere 28 Personen erlitten teils schwere Verletzungen.

Zeitgleich traf eine Attacke den Hauptstadtflughafen King Khalid in Riad. Dort wurde ein sudanesischer Staatsangehöriger getötet, während acht weitere Personen Verletzungen davontrugen. Nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde GACA erlitten beide Flughafengebäude erhebliche Sachschäden an Terminals und Vorfeldeinrichtungen. Sämtliche Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die Angriffe bilden den vorläufigen Höhepunkt einer Serie von Schlägen, die am 5. Oktober 2026 bereits die Regionalflughäfen King Abdullah bin Abdulaziz in Jazan sowie den Flughafen Najran trafen.

Militärische Urheberschaft und Warnung an die Zivilluftfahrt

Der Militärsprecher der Huthie-Gruppierung, Yahya Saree, bestätigte die Verantwortung der Miliz für die Angriffe. Nach seinen Angaben kamen beim Angriff auf den Flughafen in Riad präzisionsgelenkte Drohnen und ballistische Raketen zum Einsatz, während die Anlage in Abha mit einer Kombination aus mehreren Drohnentypen und Kurzstreckenraketen attackiert wurde.

Parallel zu den militärischen Aktionen sprach die Huthie-Führung eine Warnung an internationale Fluggesellschaften aus. Zivile Luftfahrzeuge wurden aufgefordert, den saudi-arabischen Luftraum zu meiden. Diese Drohung führte umgehend zu Kursanpassungen und Umleitungen internationaler Flugrouten über dem Roten Meer und der Arabischen Halbinsel, da mehrere Fluggesellschaften Risikobewertungen für ihre Flugpläne einleiteten.

Angriff auf den Flughafen Aden im Jemen

Nahezu zeitgleich verschärfte sich die Lage im Jemen selbst. Das Außenministerium der international anerkannten jemenitischen Regierung teilte mit, dass der internationale Flughafen von Aden in den frühen Morgenstunden des 7. Oktober 2026 Ziel eines Angriffs wurde. Der Schlag erfolgte genau in dem Moment, als sich ein ziviles Passagierflugzeug im Landeanflug auf die Küstenstadt befand.

Nach behördlichen Angaben setzten die Huthie-Kräfte bei der Attacke auf Aden zwei ballistische Raketen sowie mit Sprengstoff beladene Unbemannte Luftfahrzeuge ein. Zum Zeitpunkt der Einschläge befanden sich hunderte Passagiere, Besatzungsmitglieder und Bodenpersonal im Terminalbereich. Die jemenitische Regierung verurteilte den Vorfall scharf als gezielten Angriff auf die zivile Infrastruktur und forderte die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) auf, Notfallmaßnahmen zur Sicherung von Zivilflughäfen in der Region einzuleiten.

Gegenmaßnahmen der Koalition und internationale Reaktionen

Die Reaktionen der militärischen Führung in Riad folgten rasch. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gab bekannt, dass sie als direkte Antwort auf die Flughafenangriffe großangelegte Luftschläge gegen 82 Stellungen der Huthie-Miliz in den jemenitischen Provinzen Saada, Hodeida, Al-Jawf und Marib durchgeführt hat. Dabei seien Waffenlager, Befehlszentren und Abschussrampen zerstört worden.

Der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates (GCC) verurteilte die Angriffe auf die zivilen Flughäfen und forderte die internationale Gemeinschaft zu entschlossenem Handeln auf. Die erneute Eskalation droht die mühsam aufrechterhaltenen diplomatischen Initiativen zur Stabilisierung der Region zunichtezumachen und beeinträchtigt die logistischen Ketten des weltweiten Luftverkehrs zwischen Europa, Afrika und Asien spürbar.

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