Comac ARJ-21-Frachter (Foto: COMAC).
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USA beschränken Ausfuhr von Flugzeugteilen an chinesischen Flugzeugbauer Comac

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Das Handelsministerium der Vereinigten Staaten hat begonnen, die Erteilung von Ausfuhrgenehmigungen für Flugzeugkomponenten an den staatlichen chinesischen Flugzeugbauer Comac mengenmäßig zu begrenzen.

Mit diesem Schritt soll verhindert werden, dass der chinesische Triebwerks- und Flugzeugkomponentenabnehmer umfangreiche Bauteilelager anlegt. Zudem wurden die Genehmigungsverfahren für den allgemeinen Export von Luftfahrtkomponenten nach China in den vergangenen Wochen deutlich verlangsamt. Die US-Regierung nutzt die Abhängigkeit der chinesischen Luftfahrtindustrie von westlichen Zulieferern gezielt als Druckmittel in den laufenden bilateralen Handelsgesprächen.

US-Behörden prüfen derzeit den Entwurf einer neuen Exportregulierung, die die Ausfuhr von Fahrwerken, Hydraulikflüssigkeiten sowie weiteren zentralen Systemkomponenten nach China strikter lizenzierungspflichtig machen könnte. Parallel dazu hat Peking Garantien für die langfristige Ersatzteilversorgung von rund 200 Boeing-Verkehrsflugzeugen gefordert, die Anfang 2026 vereinbart wurden, wofür Washington bisher jedoch keine Zusagen erteilt. Die aktuellen Maßnahmen knüpfen an vorausgegangene Lieferstopps im Mai 2025 an, die sich unter anderem auf LEAP-1C-Triebwerke von CFM International und CF34-10A-Triebwerke von General Electric bezogen und erst nach diplomatischen Zugeständnissen bei Seltenen Erden vorübergehend ausgesetzt wurden.

Die Engpässe in den westlichen Lieferketten und der erschwerte Zugang zu kritischen Komponenten belasten die Auslieferungsziele von Comac seit geramer Zeit. Im Jahr 2025 konnte der Hersteller lediglich 15 Maschinen des Typs C919 an Kunden übergeben, was deutlich unter dem ursprünglichen Ziel von 75 Flugzeugen lag. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 belaufen sich die Auslieferungen auf elf C919-Passagierjets – verteilt auf Air China, China Eastern Airlines und China Southern Airlines – sowie sechs Regionalflugzeuge des Typs C099.

Der Konflikt verdeutlicht die Anfälligkeit des chinesischen Zivilluftfahrtprogramms, das trotz verstärkter Anstrengungen zur Eigenentwicklung von Systemen und Triebwerken wie dem CJ-1000A weiterhin stark auf Schlüsseltechnologien aus den USA und Europa angewiesen ist. Sollte die US-Administration die Exportrestriktionen weiter verschärfen, drohen Comac erneute Verzögerungen bei den Serienfertigungen der Modelle C919 und C909, während der weltweite Luftfahrtsektor unter den zunehmenden geopolitischen Reibungsverlusten in den globalen Zulieferketten leidet.

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