Das Schweizer Meteorologieunternehmen Meteomatics hat auf der Fachmesse Meteorological Technology World Expo 2026 in Amsterdam seine neue Wetterdrohne des Typs Strato der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das unbemannte Fluggerät ist für den Einsatz in Flughöhen von bis zu 12.000 Metern ausgelegt und erfasst vertikale Atmosphärenprofile über einen erweiterten Höhenbereich. Die Neuentwicklung zielt darauf ab, hochauflösende Messdaten aus Schichten bereitzustellen, die bislang vorrangig durch den Einsatz konventioneller Radiosonden an Wetterballons abgedeckt wurden.
Technisch dient die Messsonde der kontinuierlichen Erfassung vertikaler Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Windgeschwindigkeiten. Im Gegensatz zu Einweg-Wetterballons, die nach dem Aufstieg im Regelfall verloren gehen und meist nur ein- bis zweimal täglich gestartet werden, verbleiben die autonomen Drohnensysteme nach der Landung und Wiederaufladung mehrfach einsatzbereit. Die erfassten Messdaten werden in hochauflösende numerische Wettermodelle wie EURO1k und US1k eingespeist, die mit einer nativen Auflösung von einem Kilometer arbeiten, um lokalisierte Vorhersagen für behördliche, wirtschaftliche und militärische Akteure zu präzisieren.
Der Markteintritt des Systems erfolgt in einem Umfeld steigenden Bedarfs an hochfrequenten Echtzeitdaten für den Energiesektor, den Flugverkehr sowie den Katastrophenschutz. Branchenbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass der flächendeckende Einsatz autonomer Wetterdrohnensysteme in großen Flughöhen strenge regulatorische Auflagen bezüglich der Luftraumfreigabe durch die jeweiligen nationalen Luftfahrtbehörden voraussetzt. Die ständige Integration von Drohnenflügen in stark frequentierte Luftstraßen erfordert komplexe Genehmigungsverfahren und kontinuierliche Koordinationsprozesse mit der Flugsicherung.