Airbus A330-200 (Foto: Charles).
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Flottenumbau bei Hawaiian Airlines nach der Übernahme durch Alaska Air Group

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Der Konsolidierungsprozess im US-amerikanischen Luftfahrtsektor führt bei der hawaiianischen Traditionsfluggesellschaft Hawaiian Airlines zu weiteren strukturellen Veränderungen in der Belegschaft.

Wie das Unternehmen im Oktober 2026 im Rahmen einer behördlichen Mitteilung nach dem Worker Adjustment and Retraining Notification (WARN) Act bekannt gab, werden im Dezember 2026 und Januar 2027 weitere 13 Stellen im Nicht-Tarifbereich gestrichen. Die Entlassungen betreffen administrative und operative Führungsfunktionen am Hauptsitz in Honolulu sowie in den Fracht- und Bodendiensten am Daniel K. Inouye International Airport. Die Maßnahme ist Teil einer fortlaufenden Restrukturierung durch die Muttergesellschaft Alaska Air Group, die nach der Übernahme der Fluggesellschaft im September 2024 Doppelstrukturen abbaut. Zeitgleich investieren die beiden Fluggesellschaften in die Modernisierung der Kabinen und den Ausbau von Premium-Angeboten auf den Langstreckenflotten.

Verlauf der Stellenstreichungen im administrativen Sektor

Die Ankündigung vom 2. Oktober 2026 betrifft 13 Angestellte aus verschiedenen Unternehmensbereichen ohne gewerkschaftliche Vertretung. Den Schwerpunkt bildet die Konzernzentrale in Honolulu mit 11 gestrichenen Arbeitsplätzen, während jeweils eine Stelle in der Frachtsparte sowie im Bodenbetrieb am Flughafen Honolulu aufgegeben wird. Nach Angaben der Alaska Air Group handelt es sich um dauerhafte Streichungen zur Vermeidung von Redundanzen in der Verwaltung. Für die betroffenen Mitarbeiter wurden Abfindungs- und Übergangspakete vereinbart.

Der Stellenabbau ordnet sich ein in eine Abfolge von Personalanpassungen seit dem Vollzug der Fusion im September 2024. Im Oktober 2024 trennte sich das Unternehmen von 73 Beschäftigten im Nicht-Tarifbereich, gefolgt von weiteren 61 Entlassungen im Januar 2025. Im Juli 2025 kündigte die Alaska Air Group den Abbau von 252 Stellen an, ehe im März 2026 weitere 48 Positionen gestrichen wurden. Insbesondere im Bereich des mittleren Managements und der Verwaltung am Standort Honolulu hat sich die Zahl der nicht-tarifgebundenen Positionen gegenüber der Vor-Fusions-Phase um mehr als die Hälfte reduziert. Tarifgebundenes Betriebspersonal wie Piloten und Kabinenbesatzungen ist aufgrund von Auflagen im Genehmigungsverfahren von den Restrukturierungen ausgenommen.

Finanzielle Rahmenbedingungen und operative Effizienzsteigerung

Vor dem Zusammenschluss verzeichnete Hawaiian Airlines anhaltende betriebswirtschaftliche Verluste, bedingt durch eine schleppende Erholung auf den asiatisch-pazifischen Routen sowie durch steigende Kerosinpreise im Jahresverlauf. Durch die Integration in den Konzernverbund der Alaska Air Group strebt die Unternehmensführung eine Straffung der operativen Kostenstruktur bei gleichzeitiger Optimierung der Streckennetze an.

Parallel zum Abbau administrativer Arbeitsplätze richten die Fluggesellschaften ihre Flotten- und Kabinenstrategie neu aus. Im Rahmen des langfristigen Flottenumbaus ersetzt Hawaiian Airlines ihre historisch auf den Inselflügen genutzten Boeing 717 schrittweise durch Boeing 737-800. Durch die Vereinheitlichung der Flugzeugmuster sollen Synergien bei der Wartung und der Personalplanung innerhalb der Flotte der Alaska Air Group realisiert werden.

Investitionen in Premium-Kabinen und Flottenmodernisierung

Trotz des schrittweisen Abbaus von Verwaltungsstellen investiert der Mutterkonzern in die Umgestaltung der Passagierkabinen auf den Langstreckenrouten. Hawaiian Airlines kündigte die Überarbeitung ihrer Langstreckenflotte vom Typ Airbus A330 an. Das Konzept sieht die Installation von 22 neuen Leihōkū-Business-Class-Suiten sowie die Einführung einer eigenständigen Premium-Economy-Klasse vor. Dadurch steigt der Anteil an gehobenen Sitzplatzkategorien in der A330-Kabine von derzeit 30 Prozent auf rund 40 Prozent. Ergänzend ist der Bau einer neuen, rund 1.200 Quadratmeter großen Fluggast-Lounge am Flughafen Honolulu vorgesehen.

Auch bei der Schwestergesellschaft Alaska Airlines werden entsprechende Umbauten an den Langstreckenflugzeugen der Typen Boeing 787-9 und 787-10 vorgenommen, die mit 34 Aurora-Suiten und 28 Premium-Reserve-Sitzplätzen ausgestattet werden. Zudem sollen künftige Boeing 737 Max 10 mit gehobenen Kabinenbereichen ausgerüstet werden. In beiden Fluggesellschaften kommen verstellbare Liegesitze des Herstellers Collins Aerospace zum Einsatz. Die Buchungsmöglichkeit für die neuen Sitze beginnt im Sommer 2027, während der vollständige Rollout der überarbeiteten Innenräume für das Jahr 2028 geplant ist. Die Maßnahmen unterstreichen das Ziel des Managements, die Ertragsqualität auf den Verbindungen zwischen dem US-Festland, Hawaii und dem pazifischen Raum durch eine stärkere Ausrichtung auf höherpreisige Beförderungsklassen zu steigern.

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