Foto: Jan Gruber
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Cirium senkt langfristige Prognose für globale Flugzeugauslieferungen bis 2045

Werbung

Das Luftfahrtdatenunternehmen Cirium prognostiziert in seinem im Oktober 2026 veröffentlichten Branchenausblick die Auslieferung von rund 43.000 Passagier- und Frachtflugzeugen für den Zwanzigjahreszeitraum von 2026 bis 2045.

Das Gesamtvolumen wird auf etwa 3,2 Billionen US-Dollar auf Preisbasis des Jahres 2026 taxiert. Gegenüber der Vorjahresprognose, die noch von 46.500 Flugzeugen im Wert von 3,4 Billionen US-Dollar ausging, bedeutet dies eine deutliche Korrektur nach unten. Ursache hierfür sind anhaltende Engpässe in den Lieferketten und verlangsamte Produktionsraten der Triebwerks- und Flugzeugbauer, die das Angebot trotz hoher Nachfrage bremsen.

Analysten von Cirium gehen davon aus, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage über das gesamte laufende Jahrzehnt bestehen bleibt. Neben Engpässen bei Komponenten und Triebwerksverfügbarkeiten belasten verlängerte Zertifizierungsverfahren sowie gestiegene Betriebskosten die Handlungsfähigkeit der Fluggesellschaften beim Flottenausbau und dem Ersatz älterer Maschinen. Trotz dieser Hürden wird erwartet, dass die weltweite Passagierflotte bis 2045 auf über 50.000 Flugzeuge anwächst, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,2 Prozent entspricht. Rund 48 Prozent der globalen Passagierflotte entfallen dabei künftig auf die Regionen China, Indien und den weiteren asiatisch-pazifischen Raum.

Innerhalb des Passagiersegmentes dominieren Standardrumpfflugzeuge mit Schmalrumpfkonstruktion, die 76 Prozent des modellierten Flottenbestands ausmachen. Die Modellreihe Airbus A321neo stellt dabei mit einem Anteil von 16 Prozent das einzeln am stärksten vertretene Muster dar. In der Verteilung nach Herstellern entfallen 47 Prozent der modellierten Flotte auf Airbus und 39 Prozent auf Boeing, während der chinesische Staatskonzern COMAC einen Anteil von 5 Prozent erreicht. Cirium betont, dass diese Kennzahlen die modellierte Bestandsallokation über den Gesamtzeitraum abbilden und nicht mit den Marktanteilen künftiger Neuauslieferungen gleichzusetzen sind.

Im Frachtsektor stützt das stetige Wachstum des Online-Handels sowie die Nachfrage nach zeitsensibler Logistik den Bedarf an Frachtflugzeugen. Da alternative Treibstoffarten wie Sustainable Aviation Fuel (SAF) auf absehbare Zeit aufgrund von Verknappung und hohem Preisniveau begrenzt bleiben, bilden Flugzeuge mit Gasturbinentriebwerken weiterhin das technische Fundament der Flotten. Der Austausch älterer Flugzeuggenerationen durch neuere, verbrauchsärmere Modelle bleibt daher die primäre Maßnahme der Fluggesellschaften zur Senkung des Treibstoffverbrauchs.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung