Sonnenuntergang (Foto: Jan Gruber).
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Verkehrsclubs warnen vor erhöhter Unfallgefahr durch tiefstehende Sonne im Herbst

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Der Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) hat am 16. Oktober 2026 auf die akuten Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr durch die herbstliche Tiefsonne hingewiesen. Insbesondere in den Morgen- und Späten Nachmittagsstunden führt der flache Einstrahlwinkel der Sonne zu starken Blendeffekten, die das Sichtfeld von Kraftfahrzeuglenkenden erheblich einschränken. Liegen zudem feuchtes Laub oder Nässe auf der Fahrbahn, verstärken Lichtreflexionen die Blendwirkung zusätzlich und verlängern die Reaktionszeiten.

Statistiken österreichischer Automobilclubs belegen regelmäßig die Tragweite dieser Gefahrenquelle: Jährlich ereignen sich im Bundesgebiet über 1.500 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, die unmittelbar auf Sonnenblendung zurückzuführen sind. Besondere Risiken bestehen für schwächere und schmale Verkehrsteilnehmer wie Motorrad- und Radfahrende, die bei Gegenlicht in Kreuzungsbereichen oder beim Abbiegen leicht übersehen werden.

Unter juristischen Gesichtspunkten weist die Rechtsberatung des Automobilclubs darauf hin, dass eine witterungsbedingte Blendung nicht vor haftungs- und strafrechtlichen Konsequenzen schützt. Lenkende sind gesetzlich verpflichtet, ihre Fahrweise den Sichtverhältnissen anzupassen. Wenn der Straßenverlauf oder Hindernisse nicht mehr zweifelsfrei erkennbar sind, muss die Geschwindigkeit reduziert oder das Fahrzeug an geeigneter Stelle – bei akuter Sichteinschränkung auf Autobahnen auch auf dem Pannenstreifen – angehalten werden.

Zur Minderung des Unfallrisikos raten Experten zu gründlich gereinigten Windschutzscheiben auf Innen- und Außenseiten, da Schmutzpartikel und Schlieren die Lichtbrechung intensivieren. Zudem wird zur Einhaltung vergrößerter Sicherheitsabstände und zum Auswechseln abgenutzter Scheibenwischerblätter geraten.

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