Ein Langstreckenflug der Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss von Zürich nach Punta Cana musste am 17. Oktober 2026 kurz nach dem Start außerplanmäßig zum Ausgangsflughafen zurückkehren.
Betroffen war der 23 Jahre alte Airbus A340-300 mit dem Kennzeichen HB-JMC. Nach Angaben des Branchenportals Aviation Herald ließ sich das mittlere Hauptfahrwerk des vierstrahligen Passagierjets nach dem Abheben nicht ordnungsgemäß einfahren.
Das Flugzeug brach den Steigflug kurz nach dem Start nördlich von Aarau ab und leitete ein Wartemanöver ein. Um das zulässige Höchstdatengewicht für eine sichere Landung zu erreichen, flog die Maschine in Richtung Süden über die Schweizer Alpen. Dort wurden schätzungsweise 45 Tonnen Kerosin abgelassen, um das Gesamtgewicht vor dem Aufsetzen auf dem Flughafen Zürich entsprechend zu reduzieren. Nach der problemlosen Sicherheitslandung untersuchten Techniker das Flugwerk. Nach einem zweistündigen Bodenaufenthalt und der Behebung der Störung hob der Airbus A340 erneut unter der Flugnummer WK34 in Richtung Karibik ab und erreichte das Ziel in der Dominikanischen Republik im zweiten Anlauf.
Der Vorfall rückt die Altersstruktur und den Wartungsaufwand der verbliebenen A340-Flotte in den Fokus. Die betroffene HB-JMC befand sich erst im September 2025 zu einem 15-tägigen Wartungsaufenthalt beim Instandhaltungsbetrieb Haeco in Hongkong. Edelweiss plant, diesen Flugzeugtyp nur noch bis Januar 2027 einzusetzen, bevor die vierstrahligen Muster im Zuge der Flottenmodernisierung schrittweise durch zweistrahlige Maschinen des Typs Airbus A350-900 ersetzt werden.