Die zur Lufthansa Group gehörende Ferienfluggesellschaft Discover Airlines hat als erste Airline weltweit einen Airbus A330 mit der mikroskopisch geriffelten Aeroshark-Oberflächenstruktur im regulären Passagierbetrieb in Dienst gestellt.
Wie das Unternehmen im Oktober 2026 mitteilte, nimmt die Maschine des Typs A330-300 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-AIKP nach dem Abschluss behördlicher Testflüge ihren regulären Langstreckendienst ab dem Drehkreuz Frankfurt am Main auf. Die Folierung wurde Ende August 2026 bei den Elbe Flugzeugwerken am Flughafen Dresden durchgeführt.
Die von Lufthansa Technik gemeinsam mit dem Chemieunternehmen Surventis (ehemals BASF Coatings) entwickelte Technologie imitiert die Feinstruktur von Haifischhaut. Bei der A330-300 wurden Rumpf sowie die Verkleidungen der Triebwerksgondeln mit den strömungsoptimierten Riblet-Folien ausgestattet, um den aerodynamischen Reibungswiderstand im Flug zu reduzieren. Auf Basis vorangegangener Messungen und Berechnungen im Testbetrieb wird der Treibstoffverbrauch der modifizierten Maschine im Reiseflug um rund ein Prozent gesenkt.
Während die Aeroshark-Technologie in der Lufthansa Group bereits auf mehreren Langstreckenflugzeugen der Boeing-Flotten – darunter B777-300ER bei Swiss, B777F bei Lufthansa Cargo sowie B747-400 bei der Muttergesellschaft – im Einsatz ist, stellt der Vorstoß bei Discover Airlines die Erstanwendung auf einem Airbus-Muster dar. Lufthansa Technik strebt mit den gesammelten Betriebsdaten eine Zulassungserweiterung für die gesamte A330-Modellfamilie an. In weiteren Entwicklungsstufen soll die Folierung künftig auch auf Tragflächen und Leitwerke ausgeweitet werden, was das Einsparpotenzial auf bis zu zwei Prozent pro Flug steigern könnte.