
Flughafen Sitten: Walliser Stimmbevölkerung entscheidet über Reorganisation und Eigentümerstruktur
Am 29. November 2026 entscheidet die Walliser Stimmbevölkerung über das Gesetz über die Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft des Flughafens Sitten Valais-Wallis. Der Gesetzestext, der im März 2026 vom Großen Rat des Kantons Wallis verabschiedet worden war, wurde nach dem Ergreifen eines Referendums zur Entscheidung an die Urne verwiesen. Die Vorlage regelt die künftige Führungs- und Finanzierungsstruktur des zivil genutzten Regionalflugplatzes neu. Nach dem Willen der Walliser Kantonsregierung (Staatsrat) soll der Flughafen aus der alleinigen Verantwortung der Stadt Sitten herausgelöst und in eine gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaft überführt werden, an der die öffentliche Hand die Stimmen- und Kapitalmehrheit hält. Der Staatsrat wirbt für ein Ja zur Gesetzesvorlage, um die öffentliche Kontrolle über das Areal dauerhaft abzusichern, die betrieblichen Zuständigkeiten zu klären und eine direkte Mitsprache des Kantons bei Investitionsentscheidungen zu gewährleisten. Nutzungsprofil und zivile Aufgaben im öffentlichen Interesse Seit dem Rückzug der Schweizer Luftwaffe aus dem regulären Jetbetrieb im Jahr 2018 wird das Areal in Sitten primär als ziviler Regionalflugplatz genutzt. Nach behördlichen Erhebungen entfallen rund 80 Prozent aller Flugbewegungen auf Aufgaben im öffentlichen Interesse und Versorgungsflüge. Der Flughafen fungiert als operative Basis für die alpine Bergrettung, den Helikopter-Sanitätsdienst Air-Glaciers sowie für Lufttransporte zur Versorgung von Berghütten und landwirtschaftlichen Alpbetrieben im Hochgebirge. Zusätzlich dient das Infrastrukturareal als Schulungs- und Erprobungsstandort für die Zivilluftfahrt und bietet Flächen für Unternehmen aus den Bereichen Forschung und Luftfahrtservice. Die militärische Funktion beschränkt sich im Wesentlichen auf die Eigenschaft als Ausweichflugplatz der Luftwaffe. Der Staatsrat hebt hervor, dass die Infrastruktur als Bestandteil des kantonalen Krisenmanagements bei Unwettern, Hangrutschungen oder






