Boeing 737 (Foto: Michał Bożek/Unsplash).
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LOT Polish Airlines streicht Strecken im Winterflugplan aufgrund gestiegener Treibstoffkosten

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Die polnische Staatsfluggesellschaft LOT Polish Airlines passt ihren Flugplan für die anstehende Wintersaison 2026/2027 an und streicht vorübergehend vier europäische Direktverbindungen.

Wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete, werden die Flüge zwischen Warschau und Bologna sowie die Verbindungen von Krakau nach Barcelona, Madrid und Rom ausgesetzt. Nach Angaben der Fluggesellschaft sollen die eingestellten Routen erst wieder im April 2027 aufgenommen werden. Zudem reduziert der Carrier die Flugfrequenzen auf weiteren Strecken im europäischen Netz.

Unternehmenssprecher Krzysztof Moczulski begründete die Anpassungen mit der drastischen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, bei denen die Entwicklung der Kerosinpreise den Ausschlag gab. Der Anteil der Treibstoffkosten an den operativen Gesamtausgaben des Unternehmens stieg von rund 25 Prozent zu Jahresbeginn auf aktuell bis zu 40 Prozent. Das Ausmaß dieses Ausgabenanstiegs lässt sich im Marktumfeld aufgrund des intensiven Wettbewerbsdrucks und der preissensiblen Nachfrage im europarechtlichen Punkt-zu-Punkt-Verkehr nur begrenzt über höhere Ticketpreise an die Passagiere weitergeben.

Die Verteuerung des Flugtreibstoffs ist Folge globaler Liefer- und Versandunterbrechungen bei Rohöl und Raffinerieprodukten im Bereich der Straße von Hormus. Nach Daten des Branchenverbands IATA lagen die weltweiten Kerosinpreise Mitte Oktober 2026 um nahezu 114 Prozent über dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Die Anpassungen betreffen primär den Kurz- und Mittelstreckenbereich, da hier die Kostensteigerungen pro Sitzkilometer im Verhältnis zum Ertrag besonders stark ins Gewicht fallen.

Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass die temporäre Einstellung von Direktverbindungen an Sekundärstandorten wie Krakau die Abhängigkeit europäischer Carrier von schwankenden Treibstoff-Hedging-Quoten verdeutlicht. Das Ausweichen auf eine temporäre Kapazitätsreduktion dient der Fluggesellschaft dazu, operative Verluste in der nachfrageschwächeren Winterperiode zu begrenzen, verringert jedoch gleichzeitig die Marktanteile gegenüber finanzstärkeren Niedrigpreis-Wettbewerbern.

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