Oktober 22, 2026

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Oktober 22, 2026

Steuererhöhung in Belgien führt zu Kapazitätskürzungen und Prognosen steigender Ticketpreise

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat am 20. Oktober 2026 eine deutliche Reduzierung ihres Flugangebots in Belgien angekündigt. Grund für diese Maßnahme ist der Beschluss der belgischen Regierung, die nationale Ticketsteuer pro Passagier von 2,0 Euro auf 7,0 Euro anzuheben. Zwar liegt die Abgabe im europäischen Vergleich weiterhin unter den Steuersätzen in den Niederlanden oder in Deutschland, dennoch reagiert das Management der Airline mit einer Verringerung des Flugangebots im Land. Zeitgleich warnte Ryanair-Chef Michael O’Leary vor spürbar steigenden Flugpreisen im Jahr 2027 auf dem gesamten europäischen Markt. Neben staatlichen Abgaben treiben vor allem gestiegene Beschaffungskosten für Kerosin und auslaufende Preissicherungen die operativen Aufwendungen der Fluggesellschaften in die Höhe, was branchenweit zu einem verstärkten Druck auf die Gewinnmargen führt. Reaktion auf staatliche Abgaben und Kapazitätsverschiebung in Belgien Im Rahmen des Winterflugplans 2027 beabsichtigt Ryanair, insgesamt 20 Strecken aus dem belgischen Flugprogramm zu streichen. Durch diese Kürzungen entfällt rund eine Millionen Sitzplätze im Angebot ab belgischen Flughäfen, insbesondere am Standort Charleroi. Unternehmenschef Michael O’Leary begründete den Schritt am 20. Oktober 2026 auf einer Pressekonferenz in Brüssel mit der mangelnden preislichen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Die gestrichenen Flugkapazitäten sollen in europäische Märkte mit geringeren Entgelten und Standortkosten verlagert werden. Diese Entwicklung reiht sich ein in vorangegangene Anpassungen auf dem europäischen Markt. Bereits vor der Ankündigung in Belgien hatte Ryanair Streckenstreichungen und Flugplanreduzierungen für den deutschen Markt bekannt gegeben, die ebenfalls mit hohen Luftverkehrsteuern, Flugsicherungsgebühren und Sicherheitsabgaben begründet wurden. O’Leary kritisierte die regulatorischen Rahmenbedingungen in mehreren westeuropäischen Staaten deutlich und bezeichnete die Standortbedingungen in Belgien, Frankreich

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London City Airport führt mit der 09:LDN Suite erstmals eine Passagierlounge ein

Der stadtraumnahe London City Airport (LCY) erhält zu seinem 40-jährigen Bestehen im Jahr 2027 seine erste öffentliche Passagierlounge. Die unter dem Namen „09:LDN Suite“ geführte Einrichtung wird von Aspire Pre-Flight Hospitality, dem spezialisierten Lounge-Betreiber des Schweizer Abfertigungskonzerns Swissport International, in Kooperation mit der Flughafengesellschaft entwickelt und betrieben. Der Name nimmt Bezug auf die geographische Ausrichtung der Start- und Landebahn 09 sowie die nähe zum Nullmeridian in Greenwich. Zum General Manager der Anlage wurde Thomas Ralls ernannt, der zuvor Führungsaufgaben in der Gastronomie und in privaten Clubbetrieben in London wahrnahm. Im Gegensatz zu klassischen Fluggesellschafts-Lounges wird die neue Einrichtung airline-unabhängig betrieben und steht allen Passagieren über Direktbuchungen, Tageszugänge oder ein künftiges Jahresmitgliedschaftsmodell offen. Das Serviceangebot umfasst Gastronomie- und Loungebereiche, die sich am Gastgewerbe des Londoner Marktes orientieren und zusätzliche Aufenthaltsflächen für Geschäfts- und Privatreisende im Terminalgebäude schaffen. Die Einführung der Lounge fällt in eine Phase veränderter Kapazitätsanforderungen am verkehrsnahen Hauptstadtflughafen. Nach der behördlichen Genehmigung zur schrittweisen Ausweitung der jährlichen Passagierobergrenze von 6,5 auf 9 Millionen Fluggäste strebt der Standort eine stärkere Differenzierung seines Dienstleistungsangebots am Boden an. Bislang zeichnete sich der Flughafen im Ost-Londoner Docklands-Areal vor allem durch kurze Wege und schnelle Abfertigungszeiten ohne klassische Wartebereiche im Obersegment aus. Luftfahrtexperten werten den Schritt als Anpassung an sich wandelnde Reisendenbedürfnisse und die steigende Auslastung des kompakten Terminals. Während die Einrichtung zusätzlichen Platz vor Abflügen bereitstellt, verdeutlicht die Einführung zeitgleich den Wandel des Standorts von einem reinen Schnellabfertigungsflughafen für den Geschäftsreiseverkehr hin zu einem breiter aufgestellten Verkehrsflughafen.

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