Die US-amerikanische Tochtergesellschaft Lufthansa Technik Engine Services (LTES) hat eine Erhöhung ihrer Instandhaltungskapazitäten am Standort Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma bekannt gegeben.
Im Zuge des Ausbaus steigt die Zahl der Arbeitsplätze für Triebwerkswartungen von bisher 28 auf künftig 46 Instandhaltungsplätze. Ziel der Maßnahme ist es, die Durchlaufzeiten für Überholungen und Reparaturen von Commercial- und Business-Jet-Triebwerken in der Region Nord- und Südamerika zu verkürzen sowie den Durchsatz für On-Site-Services und sogenannte Quick Turn Events im weltweiten Werkstättenverbund zu steigern.
Die Erweiterung des Standorts, der bis zu seiner Umbenennung im Jahr 2024 als BizJet International firmierte, beinhaltet zudem die Errichtung eines spezialisierten Modulshops. Dadurch wird die Zerlegung, Reparatur und Montage von Triebwerkskomponenten direkt vor Ort ermöglicht, ohne einzelne Module an europäische oder asiatische Standorte überführen zu müssen. LTES deckt in Tulsa das Serviceportfolio für Triebwerkstypen der Reihen CFM56-5B/7B, IAE V2500, Pratt & Whitney GTF sowie Rolls-Royce Tay 611-8/8C ab und verfügt über einen volldigitalisierten Triebwerksprüfstand. Bis zum Jahr 2030 sollen im Zuge des Kapazitätsausbaus mehr als 100 neue Stellen entstehen.
Zur Sicherung des benötigten Fachpersonals führte das Unternehmen Anfang 2025 ein 18-monatiges duales Ausbildungsprogramm nach deutschem Muster ein. Die Ausbildung schließt mit der Prüfung für das Powerplant Certificate der US-Zivilluftfahrtbehörde FAA ab. Bis Oktober 2026 wurden 24 Teilnehmende in das Programm aufgenommen, von denen zehn den Abschluss erlangten. Ergänzend zur Triebwerkssparte erweitert auch die Schwestergesellschaft Lufthansa Technik Component Services (LTCS) ihre Kapazitäten in Tulsa im Bereich der Komponenteninstandhaltung.