Ein Tropensturm der Kategorie 5 bewegt sich über den Pazifischen Ozean in Richtung Taiwan und Ostchina. Die Meteorologischen Dienste der Region meldeten am 22. Oktober 2026, dass der Wirbelsturm Champi mit Windgeschwindigkeiten in Spitzenböen von bis zu 220 Kilometern pro Stunde aus südöstlicher Richtung auf die Insel Taiwan zusteuert.
Die Wetterbehörden in Taipei erließen eine Seewarnung für die Gewässer östlich und nördlich der Hauptinsel. Im Vorfeld des Sturms kam es zu ersten Beeinträchtigungen im internationalen Flugverkehr. Mehrere Fluggesellschaften sagten Verbindungen zwischen Taiwan und der japanischen Präfektur Okinawa ab. Die Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich der Wirbelsturm im weiteren Verlauf abschwächen wird, bevor er die Nordostküste Taiwans streift und anschließend in Richtung des ostchinesischen Festlands abdreht.
Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen im Flugbetrieb auf Taiwan
Die Ankündigung des Sturms führte im ostasiatischen Luftverkehrsraum zu operativen Anpassungen. Fluggesellschaften stornierten vorsorglich ausgewählte Verbindungen, insbesondere Flüge zwischen den taiwanesischen Flughäfen Taoyuan und Songshan sowie der japanischen Urlaubsinsel Okinawa. Der Flughafen Naha auf Okinawa dient als regionales Drehkreuz, dessen Anflugrouten direkt in der Zugbahn des Sturms liegen.
Die Flugsicherungsbehörden veranlassten Anpassungen der Flugrouten über dem Philippinischen Meer und dem Ostchinesischen Meer. Neben Ausfällen im Regionalverkehr rechnet das Zivilluftfahrtamt in Taipei mit Verzögerungen im internationalen Transitverkehr zwischen Südostasien, Nordostasien und Nordamerika. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf dem Festland und an den Küstenstreifen auf, Vorkehrungen gegen die angekündigten Starkregenfälle zu treffen, die ab dem späten Abend des 22. Oktober 2026 im Nordosten Taiwans erwartet werden.
Sicherheitsvorkehrungen in den chinesischen Küstenprovinzen Zhejiang und Fujian
Nach den aktuellen Zugbahnprognosen wird der Wirbelsturm nach der Annäherung an Taiwan nach Nordosten abdrehen und am 24. Oktober 2026 die Südostküste der Volksrepublik China streifen. Die chinesischen Staatsmedien berichteten, dass die Katastrophenschutzbehörden in den Küstenprovinzen Zhejiang und Fujian Notfallpläne aktiviert haben. Fischerflotten wurden angewiesen, in die Häfen zurückzukehren und den Betrieb in den betroffenen Meeresgebieten einzustellen.
Zudem teilten die Behörden der Provinz Zhejiang mit, dass Fährverbindungen entlang der Küste vorübergehend ausgesetzt und Bauarbeiten an Offshore-Anlagen sowie Hafeninfrastrukturen unterbrochen wurden. Die staatlichen Meteorologen erwarten für die Küstenregionen erhebliche Niederschlagsmengen und erhöhten Wellengang, was die Abwicklung des Seegüterverkehrs in wichtigen Containerhäfen der Region verzögern könnte.
Prognose für den weiteren Verlauf im Ostchinesischen Meer und Südkorea
Im weiteren Verlauf wird erwartet, dass Champi über das Ostchinesische Meer weiter ostwärts zieht. Dabei dürfte sich der Sturm zu einem Tropischen Sturm abschwächen. Nach den vorliegenden Wetterdaten könnte das Ausläuferfeld des Sturms auf seinem Weg in Richtung der japanischen Hauptinseln auch den Süden der koreanischen Halbinsel streifen. Die koreanische Luftfahrtbehörde und die Flughafenbetreiber in Busan und Jeju beobachten die Entwicklung, um bei Bedarf Anpassungen im Flugplan vorzunehmen.
Champi ist nach den Erfassungen der Meteorologen der 30. registrierte Taifun der laufenden Pazifiksaison. Das System hatte sich über dem Philippinischen Meer formiert und intensiviert. Die kontinuierliche Beobachtung durch Satellitensysteme und Aufklärungsflüge liefert den zuständigen Behörden Daten für die Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen im See- und Luftverkehr.