Airbus A220-300 (Foto: Air Baltic).
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Swiss beendet Wetlease-Kooperation mit Air Baltic

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Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines wird ab dem Sommerflugplan 2027 ihre operative Flugabwicklung wieder in größerem Umfang in eigener Regie durchführen.

Wie die Fluggesellschaft Ende Oktober 2026 bekannt gab, soll die Zahl der im Rahmen von Wetlease-Verträgen angemieteten Fremdflugzeuge samt Besatzungen von derzeit 26 auf rund 18 Maschinen reduziert werden. Die Neuausrichtung folgt auf eine schrittweise Stabilisierung des eigenen Flugbetriebs, unter anderem durch die Wiederinbetriebnahme zuvor wegen Triebwerksproblemen am Boden gebliebener Airbus A320 sowie die schrittweise Entlastung bei den Personalkapazitäten im Cockpit.

Zentraler Bestandteil des veränderten Partnerkonzepts ist das vollständige Ende der Zusammenarbeit mit der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic nach dem Abschluss des Winterflugplans 2026/2027 im März 2027. Air Baltic, die im September 2026 aufgrund hoher Verbindlichkeiten und geopolitischer Marktverluste in den USA ein Insolvenzverfahren unter Gläubigerschutz (Chapter 11) einleiten musste, hatte seit dem Sommer 2022 erhebliche Kapazitäten im Auftrag von Swiss betrieben. Swiss-Chef Jens Fehlinger betonte, dass der lettische Partner das Netz der Schweizer Airline in einer anspruchsvollen Phase zwar verlässlich stabilisiert habe, der Rückgang des Fremdkapazitätsbedarfs nun jedoch eine Konzentration auf den Schweizer Partner Helvetic Airways ermögliche.

Die Vereinbarung mit Helvetic Airways soll als verbleibender Hauptbaustein im Ausgleich von saisonalen Nachfragespitzen weiter ausgebaut werden. Während Swiss die operative Kontrolle durch den Re-Transfer von Umläufen auf eigenes Fluggerät und eigenes Personal stärkt, ermöglicht die fortgeführte Partnerschaft mit Helvetic die notwendige Flexibilität im europaregionalen Flugbetrieb.

Analysten der Zivilluftfahrt werten die Beendigung des Air Baltic-Wetleases als konsequenten Schritt zur Minimierung operativer und organisatorischer Risiken im Netzbetrieb. Durch das laufende Restrukturierungsverfahren und die geplante Flottenverkleinerung der insolventen lettischen Fluggesellschaft hätte eine Weiterführung der Kooperation über das Jahr 2027 hinaus erhebliche Unsicherheiten bei der Bereitstellung von Kapazitäten mit sich gebracht. Die Rückkehr zu einer höheren Eigenproduktionsquote erlaubt es Swiss zudem, das Markenversprechen bezüglich Service und Produktstandards im Kabinenbereich wieder direkter zu steuern.

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