Am Flughafen Bremen ist der Winterflugplan für die Saison 2026/27 in Kraft getreten. Das Streckennetz des norddeutschen Regionalflughafens umfasst in den kommenden Monaten insgesamt 17 Direktziele.
Ein zentraler Bestandteil des überarbeiteten Flugprogramms ist die Aufnahme von Lamezia Terme in Süditalien. Die Verbindung nach Kalabrien wird von der irischen Low-Cost-Fluggesellschaft Ryanair jeweils freitags und sonntags bedient, womit nach Angaben des Flughafenbetreibers erstmals seit dem Jahr 2020 wieder eine direkte Flugverbindung zwischen Bremen und einem italienischen Ziel besteht.
Neben der neuen Route im Mittelmeerraum bilden Urlaubsdestinationen in Spanien und der Türkei Schwerpunkte des touristischen Flugangebots. Der Ferienflieger Sundair bedient Verbindungen auf die Kanarischen Inseln Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa. Flüge nach Palma de Mallorca werden im Winterabschnitt von Ryanair sowie zeitweise von Eurowings durchgeführt. Auf Strecken in die Türkei steuern SunExpress sowie Pegasus Airlines die Städte Antalya, Izmir und Istanbul an. Für den Städte- und Punkt-zu-Punkt-Verkehr verbindet Ryanair den Standort zudem täglich mit dem Flughafen London-Stansted.
Die Anbindung des Bremer Umlands an das internationale Streckennetz erfolgt über Zubringerflüge zu europäischen Drehkreuzen. Im Winterflugplan sichern unter anderem KLM nach Amsterdam, Lufthansa nach München sowie Turkish Airlines nach Istanbul die Umsteigemöglichkeiten im Netzwerkverkehr. Ergänzt wird die Zubringerstruktur durch Linienverbindungen der Swiss nach Zürich sowie der Austrian Airlines nach Wien.
Regionalflughäfen in Deutschland stehen bei der Flugplangestaltung vor der Aufgabe, die Abwanderung von Kapazitäten an größere Drehkreuze abzufedern. Die Fokussierung auf klassische Touristikstrecken und die Anbindung an Hubs verdeutlicht die Konsolidierung der Flugangebote im dezentralen Luftverkehr, während das Angebot an Punkt-zu-Punkt-Verbindungen stark von den Flottenentscheidungen einzelner Billigfluggesellschaften abhängt.