Die Flughafen Zürich AG leitet am 3. November 2026 die zweite Phase des Umbaus der Skymetro-Untergrundbahn ein.
Im Rahmen dieser etappierten Erneuerung wird der zweite, noch nicht modernisierte Tunnel für voraussichtlich sechs Monate bis Mai 2027 für den Bahnbetrieb gesperrt. Während der Bauarbeiten verbleibt der Passagierverkehr in der bereits im Juni 2026 fertiggestellten ersten Röhre, womit der Personenstransport zwischen dem Hauptkomplex Airside Center und dem Satellitenterminal Dock E auch während der Sanierung aufrechterhalten wird.
Um die reduzierten Beförderungskapazitäten im eingleisigen Shuttle-Betrieb auszugleichen, setzt der Flughafenbetreiber während der morgendlichen und mittäglichen Passagierspitzen einen ergänzenden Busersatzverkehr auf dem Vorfeld ein. Die technologische Überholung des seit 2003 betriebenen, rund 1,1 Kilometer langen Seilbahnsystems erfordert nach mehr als zwei Jahrzehnten Dauerbetrieb den Austausch veralteter Steuerungs- und Antriebskomponenten. Neben der Systemerneuerung durch ein Konsortium um die Seilbahnspezialisten Garaventa, Doppelmayr Cable Car und Sisag umfasst das Projekt die Umstellung der Zugkompositionen von Drei- auf Vierwagen-Züge.
Nach dem planmäßigen Abschluss der Arbeiten im Frühjahr 2027 erhöht sich die maximale Transportleistung der Anlage in beiden Tunnelröhren von bislang 8.000 auf 10.000 Passagiere pro Stunde und Richtung. Die Anhebung der Kapazitäten um rund 25 Prozent zielt darauf ab, die Abfertigungsprozesse für Transit- und Langstreckenpassagiere am verkehrsreichsten Schweizer Luftfahrtdrehkreuz auch bei steigendem Fluggastaufkommen stabil zu halten.
Die Durchführung der Modernisierung bei laufendem Flugbetrieb verdeutlicht den hohen logistischen Aufwand an Schnittstellen der flughafeneigenen Transportinfrastruktur. Bis zum Abschluss der zweiten Etappe bleiben Passagiere am Flughafen Zürich im Umsteigeverkehr auf angepasste Wegezeiten und temporäre Umleitungen über den Ersatzbusverkehr angewiesen.