Boeing 757-200 (Foto: 4300streetcar).
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San Francisco: Boeing 757 der United Airlines meldet nach abgebrochenem Landeanflug Treibstoffmangel

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Ein Passagierflugzeug des Typs Boeing 757-200 der US-amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines hat am Morgen des 30. Oktober 2026 nach einem abgebrochenen Landeanflug auf den internationalen Flughafen San Francisco (SFO) einen Notruf aufgrund von Treibstoffmangel abgesetzt.

Die Maschine, die als Flug UA1023 vom Boston Logan International Airport (BOS) kam, befand sich im Endanflug auf die Landebahn 28R, als die Besatzung in einer Höhe von rund 75 Fuß ein Durchstartmanöver einleitete. Die Piloten begründeten den Abbruch mit einem instabilen Anflug. Kurz nach der Einleitung des Steigflugs setzte die Besatzung über Funk den internationalen Notruf Mayday ab und meldete der Flugverkehrskontrolle einen verbleibenden Kerosinbestand von etwa 5.200 Pfund. Das Flugzeug, an dessen Bord sich 91 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder befanden, konnte rund 14 Minuten nach dem abgebrochenen Anflug sicher landen. Es wurden keine Verletzungen gemeldet. Der Vorfall wirft Fragen hinsichtlich der Treibstoffkalkulation im transkontinentalen Flugverkehr sowie der Kommunikation zwischen Besatzung und Aufsichtsbehörden auf.

Verlauf des Fluges UA1023 und Umstände des Durchstartmanövers

Der Transkontinentalflug UA1023 verlief am Morgen des 30. Oktober 2026 von der Ostküste der USA in Richtung Kalifornien zunächst ohne gemeldete Auffälligkeiten. Die betroffene Boeing 757-200 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen N19117 wurde von der Flugverkehrskontrolle am Flughafen San Francisco für die Landung auf der Piste 28R freigegeben. Aus den Aufzeichnungen des Funkverkehrs geht hervor, dass der Fluglotse die Besatzung vor dem Aufsetzen vor möglichen Wirbelschleppen eines vorausgegangenen Großraumflugzeugs vom Typ Boeing 787 Dreamliner sowie vor einem leichten Rückenwind von fünf Knoten warnte.

Um 11:11 Uhr Ortszeit brach die Besatzung den Anflug in unmittelbarer Bodennähe ab. Flugdatenaufzeichnungen zeigen, dass die Maschine in rund 75 Fuß Höhe wieder in den Steigflug überging. Über Funk meldeten die Piloten den Notruf mit den Worten Mayday, Mayday, Mayday, fuel emergency und gaben an, auf 5.000 Fuß zu steigen. Das Flugzeug drehte in die Platzrunde ein und erhielt von der Flugleitung Priorität für einen erneuten Anflug auf Piste 28R. Um 11:24 Uhr Ortszeit setzte die Maschine sicher auf der Landebahn auf. Ob der Rückenwind oder die Wirbelschleppen der vorausfliegenden Boeing 787 zum instabilen Anflug beitrugen, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.

Unterschiedliche Darstellungen zur Notfallmeldung und regulatorische Vorgaben

Im Nachgang des Zwischenfalls trat eine wissenschaftlich und operational bemerkenswerte Diskrepanz zwischen den Aufzeichnungen des Funkverkehrs und den offiziellen Stellungnahmen der Fluggesellschaft zu Tage. Ein Sprecher von United Airlines erklärte auf Anfrage, dass die Besatzung keinen formellen Notfall ausgerufen habe. Zwar ist in den Aufnahmen der Flugsicherung die dreimalige Verwendung des Notrufsignals Mayday durch die Piloten klar dokumentiert, jedoch behielt das Flugzeug seinen zugewiesenen Transpondercode bei und schaltete nicht auf den internationalen Notfall-Transpondercode 7700 um.

Luftfahrt- und Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass die Änderung des Transpondercodes bei bereits stehendem Funkkontakt mit dem Lotsen nicht zwingend erforderlich ist, um eine bevorzugte Behandlung im Luftraum einzufordern. Ein verbleibendes Treibstoffvolumen von 5.200 Pfund (rund 2.350 Kilogramm) liegt bei der Boeing 757-200 nahe der Schwelle, ab der die Sicherheitsreserven für unvorhergesehene Verzögerungen aufgebraucht sind. Nach den Vorschriften der US-amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) müssen Verkehrsflugzeuge auf Inlandsflügen stets ausreichend Treibstoff mitführen, um den Zielflughafen sowie einen Ausweichflughafen erreichen zu können und danach noch mindestens 45 Minuten weiterzufliegen.

Prozeduren bei Treibstoffknappheit und Häufung von Vorfällen

In der zivilen Luftfahrt existiert eine klare Abstufung für Meldungen bei geringer Treibstoffreserve. Unterschreitet der Kerosinvorrat ein Niveau, bei dem keine weiteren Verzögerungen im Anflugablauf akzeptiert werden können, deklarieren Piloten den Status Minimum Fuel. Dies signalisiert der Flugsicherung, dass das Flugzeug ohne Verzögerung zur Landung geführt werden muss, stellt jedoch noch keinen akuten Notfall dar. Entwickelt sich die Situation durch Ausweichmanöver oder abgebrochene Landungen kritischer, erfolgt die Ausrufung einer Fuel Emergency mittels Mayday. Dies verpflichtet die Fluglotsen, dem betroffenen Fluggerät unverzüglich Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern einzuräumen.

Der Vorfall bei Flug UA1023 ereignete sich nur wenige Tage nach einem vergleichbaren Zwischenfall bei demselben Luftfahrtunternehmen. Am 25. Oktober 2026 erlitt eine Boeing 737 der United Airlines auf Flug 1854 von Grand Cayman nach Houston ein technisches Problem mit dem Hauptfahrwerk. Nach mehreren Versuchen, das Fahrwerk auszufahren, meldeten die Piloten der Flugsicherung eine kritische Treibstoffreserve von lediglich 10 bis 12 Minuten Flugzeit, bevor die Landung erfolgreich durchgeführt werden konnte. Die Häufung solcher Ereignisse innerhalb kurzer Zeitabschnitte zieht verstärkte Überprüfungen der Reserveberechnungen und Betankungsvorgaben durch die Luftfahrtaufsicht nach sich.

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