Die Deutsche Lufthansa hat die Gestaltung ihres Airbus A321neo mit der Kennung D-AIEM und dem Taufnamen „Hamm“ im Rahmen des 100-jährigen Firmenjubiläums vervollständigt.
Wie die Fluggesellschaft mitteilte, wurde das Flugzeug mit zwölf ausgewählten Bildmotiven unter dem Motto „Made by many. Remembered by all“ versehen. Die Motive stellen persönliche Ereignisse und historische Etappen aus der Perspektive der Belegschaft dar und ergänzen das großflächige Sonderdesign mit einem XXL-Kranich auf dem Rumpf des Schmalrumpfflugzeugs.
Die Auswahl der Grafiken geht auf einen innerbetrieblichen Aufruf zurück, bei dem Beschäftigte eigene Vorschläge einreichen konnten. Aus den Einreichungen wählte eine Jury zunächst zwanzig Motive aus, bevor die Mitarbeiterschaft in einer Abstimmung über die finalen zwölf Darstellungen entschied. Zu den aufgebrachten Bildthemen gehören unter anderem die Erinnerung an einen Evakuierungsflug während der Corona-Pandemie im März 2020 nach Bogotá, Szenen im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 sowie historische Aufnahmen der ersten beiden Lufthansa-Pilotinnen Nicola Lisy und Evi Hetzmannseder aus dem Jahr 1988.
Die Grafiken sind in Form von Passepartouts rund um das Kranich-Sujet auf dem Flugzeugrumpf platziert. Neben den Motiven angebrachte QR-Codes verweisen auf eine digitale Plattform mit Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Geschichten. Der Airbus A321neo soll in dieser Sondergestaltung bis Ende 2028 im europäischen Streckennetz eingesetzt werden. Neben der Maschine vom Typ A321neo gehören mehrere Flugzeuge unterschiedlicher Baureihen, darunter der Airbus A350-900, der Airbus A380 sowie die Boeing 747-8 und 787-9, zur Flotte mit Jubiläumslackierung. Im November 2026 folgt die Auslieferung der ersten A350-1000 in dieser Gestaltung.
Die Nutzung von Sonderlackierungen und optischen Symbolen dient Fluggesellschaften traditionell als Marketinginstrument zur Markenpflege und Mitarbeiterbindung. Bei Großflottenbetreibern wie der Lufthansa ist die Aufbringung von Spezialfolien und Lacken jedoch mit zusätzlichem Wartungsaufwand und gewichtsspezifischen Betriebskosten verbunden. Die ökonomische Wirkung solcher Kampagnen lässt sich im regulären Linienflugbetrieb nur schwer messen, da der Einsatz der Maschinen primär nach umlauftechnischen und kapazitätsbezogenen Kriterien erfolgt.