Boeing 737-800 (Foto: Robert Spohr).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Ryanair meldet 15 Prozent Gewinnrückgang im ersten Halbjahr durch steigende Treibstoffkosten

Werbung

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair Holdings hat am 2. November 2026 ihre Finanzzahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt.

Der Gewinn nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Trotz eines Anstiegs des Passagieraufkommens um 6 Prozent auf 125,8 Millionen Fluggäste und einer Erhöhung des Gesamtumsatzes um 3 Prozent auf 10,08 Milliarden Euro belasteten verdoppelte Marktpreise für die ungesicherten Kerosinkontingente sowie ein Nachlass bei den durchschnittlichen Flugpreisen um 4 Prozent die Ertragslage.

Die Betriebskosten des Konzerns stiegen im Berichtszeitraum um 10 Prozent auf 7,69 Milliarden Euro. Neben den Preisaufschlägen beim Treibstoff führte der Ausfall von Entschädigungszahlungen nach dem Abschluss der Flugzeugauslieferungen der Serie Boeing 737-8200 zu höheren Aufwendungen pro Sitzkilometer. Um das finanzielle Risiko im laufenden Winterhalbjahr einzudämmen, reduzierte das Management die Passagierprognose für das Gesamtjahr von 216 Millionen auf 214 Millionen Kunden. Das verlangsamte Kapazitätswachstum führt dazu, dass Flugzeuge gezielt von Hochkostenstandorten in Deutschland und Österreich abgezogen und an Flughäfen in Ländern wie Schweden, Italien oder Albanien verlagert werden, die Abgaben und Entgelte reduzieren.

Auf der Kapitalmarktseite kündigte das Unternehmen nach dem Abschluss eines Aktienrückkaufs über 750 Millionen Euro ein weiteres Rückkaufprogramm im Umfang von 800 Millionen Euro an, das im Februar 2027 anlaufen soll. Zudem beschloss der Vorstand die Ausschüttung einer Zwischendividende von 0,273 Euro je Aktie. Trotz Verzögerungen bei den Flugzeugherstellern rechnet die Fluggesellschaft nach der Zertifizierung der Boeing 737 MAX 10 mit der Übernahme der ersten 16 Maschinen dieses Typs im Frühjahr 2027, um das Flottenwachstum für die Sommersaison abzusichern.

Für das zweite Halbjahr verzichtet das Management auf eine konkrete Gewinnprognose. Das Gesamtergebnis bleibt angesichts volatiler Rohölmärkte, geopolitischer Konflikte im Nahen Osten und drohender Kapazitätsengpässe bei den europäischen Flugsicherungen Unsicherheiten ausgesetzt. Für das darauffolgende Geschäftsjahr stellt sich der Konzern auf eine zusätzliche Belastung der Treibstoffkosten im Umfang von bis zu zwei Milliarden Euro ein, der mit weiteren Nachverhandlungen bei den Flughafenentgelten und internen Kosteneinsparungen begegnet werden soll.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung