Die in den französischen Alpen gelegenen Wintersportorte Méribel und Val d’Isère haben ihre betrieblichen und gastronomischen Anpassungen für die Saison 2026/27 vorgestellt.
Die beiden Destinationen, die im Portfolio des Freizeitanlagenbetreibers Compagnie des Alpes geführt werden, setzen in der kommenden Winterperiode auf unterschiedliche Schwerpunkte im Dienstleistungsangebot. Während in Méribel eine Neuausrichtung des Gastronomie- und Abendspektrums im Vordergrund steht, fokussiert Val d’Isère auf die Umgestaltung des Pistenzugangs für Familien sowie auf infrastrukturelle Sicherheitsmaßnahmen im Skigebiet.
In Méribel werden im Verlauf der Saison mehrere Verpflegungskonzepte im Ortsteil Mottaret sowie im Bereich der Talstation La Chaudanne in Betrieb genommen. Das Angebot umfasst Ganztagesbetriebe mit angeschlossenen Abendveranstaltungen, traditionelle Gastronomieflächen sowie Einheiten mit Spezialisierung auf Street Food und regionale Produkte. Zusätzlich veranstaltet der Ort im März 2027 temporäre Abendgastronomie-Angebote in den Kabinen der Seilbahnanlage Saulire Express, um die Auslastung der Liftinfrastruktur außerhalb der regulären Betriebszeiten zu testen.
Am Standort Val d’Isère steht die Anpassung der Tarif- und Kontrollstrukturen im Mittelpunkt. Das Resort bietet in Verbindung mit dem nachbarlichen Skigebiet Tignes kostenfreien Pistenzugang für Kinder unter acht Jahren sowie gebündelte Mehrtagespässe an. Ergänzend wurden auf dem Berg Solaise und im Bereich Bellevarde abgetrennte Lern- und Spielzonen eingerichtet. Im Zuge der Sicherheitsorganisation initiierten die lokalen Akteure und Skischulen im Juli 2026 die Vereinigung Pompons Jaunes, die unter Einbindung von Pistendiensten verhaltensbezogene Schulungsprogramme für Minderjährige auf den Abfahrten durchführt.
Branchenanalysten verweisen darauf, dass die Erschließung neuer Erlösquellen abseits des reinen Beförderungsgeschäfts für Betreibergesellschaften wie die Compagnie des Alpes an Bedeutung gewinnt. Angesichts hoher Fixkosten für den Betrieb und die Instandhaltung der Seilbahnanlagen sowie schwankender Schneeverhältnisse im Frühwinter versuchen die Resorts, den Aufenthalt über die Ausweitung des Gastronomieangebots und spezifische Pauschalangebote für Familien wirtschaftlich abzusichern.