Airbus A321neo (Foto: Jan Gruber).
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Passagierflugzeug der Wizz Air nach Bombendrohung unter Beistand von Abfangjägern in Budapest notgelandet

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Ein Verkehrsflugzeug der ungarischen Low-Cost-Fluggesellschaft Wizz Air auf dem Weg von London nach Sofia hat nach einer während des Fluges eingegangenen Bombendrohung eine Notlandung auf dem internationalen Flughafen Budapest Liszt Ferenc vollzogen.

Der Flug W64302, durchgeführt mit einem Airbus A321neo, wurde nach dem Eintreffen der Warnung von der ursprünglichen Flugroute in Richtung der ungarischen Hauptstadt umgeleitet. Zur Absicherung des Passagierflugzeugs stiegen Abfangjäger der ungarischen Streitkräfte auf und begleiteten die Maschine im Luftraum bis zur sicheren Aufsetzung. Nach dem Abrollen auf eine isolierte Abstellposition übernahmen Sondereinheiten der ungarischen Polizei und der Terrorismusbekämpfung das Fluggerät. Bei den anschließenden Durchsuchungen des Innenraums und der Frachtabteile wurden keine verdächtigen Gegenstände oder Sprengvorrichtungen gefunden. Nach Freigabe durch die Ermittlungsbehörden konnte das Flugzeug den Weiterflug nach Bulgarien fortsetzen.

Verlauf des Fluges W64302 und Umleitung nach Budapest

Der Passagierflug W64302 hob am Morgen des 2. November 2026 um 8:33 Uhr Ortszeit (GMT) am Flughafen London Luton mit dem regulären Ziel Sofia International Airport ab. Die geplante Ankunftszeit in der bulgarischen Hauptstadt war für 13:25 Uhr Ortszeit angesetzt. Während sich das Flugzeug im europäischen Luftraum befand, gingen Informationen über eine angebliche Sprengstoffdrohung an Bord der Maschine ein.

In Übereinstimmung mit den internationalen Sicherheitsstandards leiteten die Piloten umgehend eine Streckenänderung ein und steuerten den Flughafen Budapest Liszt Ferenc als Ausweichplatz an. Die Maschine landete um 12:09 Uhr Ortszeit (11:09 Uhr GMT) sicher auf der Landebahn 31R. Wizz Air bestätigte in einer offiziellen Stellungnahme, dass die Sicherheitsabläufe strikt befolgt wurden und die Unversehrtheit der Fluggäste sowie der Besatzung zu jedem Zeitpunkt höchste Priorität besaß.

Militärischer Schutzbegleitung durch ungarische Gripen-Kampfflugzeuge

Aufgrund der spezifischen Gefährdungslage aktivierte das Militärische Führungszentrum der ungarischen Streitkräfte die Alarmrotte (Quick Reaction Alert). Der ungarische Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi bestätigte in einer Mitteilung, dass ein Mehrzweckkampfflugzeug vom Typ Saab JAS 39 Gripen aufgestiegen sei, um den Passagierjet im ungarischen Luftraum abzufangen und bis zur Landung zu begleiten. Nach erfolgreicher Beendigung des Begleiteinsatzes kehrte der Abfangjäger zum Luftwaffenstützpunkt Kecskemét zurück.

Die ungarischen Luftstreitkräfte betreiben eine Flotte von 18 Kampfflugzeugen des schwedischen Herstellers Saab, überwiegend in der zweisitzigen Variante JAS 39D sowie in der einsitzigen Ausführung JAS 39C. Die Überschallflugzeuge sind mit einem Volvo Aero RM12-Triebwerk ausgerüstet, das einen Schub von 80,5 Kilonewton erzeugt, und erreichen eine Dienstgipfelhöhe von bis zu 16.000 Metern. Nach dem Einsatz betonte die Militärführung die ständige Einsatzbereitschaft der ungarischen Luftraumüberwachung im Rahmen der integrierten NATO-Luftverteidigung.

Am Boden durchgeführte Sicherheitsüberprüfungen und Ermittlungsstand

Nach der Aufsetzung auf Piste 31R wies die Flugsicherung dem Flugzeug eine speziell gesicherte und abgelegene Abstellposition auf dem Areal des Flughafens Budapest zu. Der reguläre Flugbetrieb am Flughafen wurde vorübergehend auf die parallele Start- und Landebahn 31L umgeleitet, um den Bereich rund um die betroffene Maschine vollständig zu isolieren. Einsatzkräfte der ungarischen Polizei sowie Spezialeinheiten der Terrorismusbekämpfung umstellten das Flugzeug und begleiteten die Evakuierung der Passagiere in einen gesicherten Bereich des Terminals.

Experten des Entschärfungsdienstes unterzogen die Kabine, den Frachtraum sowie das mitgeführte Gepäck einer detaillierten technischen Überprüfung. Es wurden keinerlei gefährliche Gegenstände oder Explosivstoffe entdeckt. Die Polizeibehörden haben Ermittlungen zur Identifizierung der Urheber der falschen Bombendrohung eingeleitet. Nach Fertigstellung aller behördlichen Kontrollen wurde der Airbus A321neo um 16:48 Uhr Ortszeit für den Weiterflug nach Sofia freigegeben. Wizz Air betreibt derzeit 81 Flugzeuge dieses Typs innerhalb ihrer Flottenstruktur.

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