Die Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 mehr als 18 Millionen Passagiere auf rund 129.000 Flügen befördert. Im dritten Quartal verzeichnete die Fluggesellschaft eine Sitzplatzauslastung von 88 Prozent.
Das Geschäftssegment Point-to-Point der Lufthansa Group, das neben Eurowings auch die Beteiligung an SunExpress umfasst, erwirtschaftete im dritten Quartal 2026 ein bereinigtes operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) von 214 Millionen Euro. Trotz des Gewinns im Sommerquartal weist das Segment im Neunmonatszeitraum ein kumuliertes operatives Ergebnis von minus 38 Millionen Euro auf. Gestiegene Kerosinkosten, erhöhte Luftverkehrssteuern sowie steigende Flughafen- und Flugsicherungsgebühren belasten die Gesamtertragslage.
Am Flughafen Berlin Brandenburg baut die Fluggesellschaft ihr Angebot für den Winterflugplan 2026/2027 aus. Die Stationierung von zwei zusätzlichen Flugzeugen erhöht die Zahl der dort fest stationierten Maschinen auf acht Einheiten. Das Winterprogramm der Airline ab Berlin umfasst 38 Destinationen, darunter neue Verbindungen nach Bologna, Rom, Nizza, Kuusamo und Lissabon sowie Frequenzerhöhungen auf bestehenden Routen. Gleichzeitig führt Eurowings ab dem 1. Dezember 2026 ein modifiziertes Sitzplatzprodukt unter der Bezeichnung „Premium BIZ Seat“ auf allen Verbindungen nach Dubai sowie auf ausgewählten Flügen nach London, Mallorca und Málaga ein. In den dafür vorgesehenen Flugzeugen des Typs Airbus A320neo werden acht Sitzplätze in einer Zweier-Bestuhlung mit erweiterten Fußstützen und zusätzlichem Abstand angeboten.
Der Ausbau des Angebots am Hauptstadtflughafen erfolgt in einem Marktumfeld, das von der Ausdünnung anderer Anbieter geprägt ist. Wettbewerber wie Ryanair hatten ihr Sitzplatzangebot am Standort BER aufgrund hoher Gebühren reduziert. Eurowings nutzt die frei gewordenen Marktanteile, um ihre Präsenz im Segment des Punkt-zu-Punkt-Verkehrs zu verstärken. Durch die Einführung höherpreisiger Kabinenprodukte versucht die Fluggesellschaft zudem, die Durchschnittserlöse pro Passagier auf Strecken mit hoher Nachfrage im Geschäfts- und Freizeitreiseverkehr zu steigern.