Die rumänische Fluggesellschaft Tarom kann nicht damit rechnen, dass es zu einer schnellen Auszahlung der Staatshilfe kommt. Die EU-Kommission hat eine vertiefte Prüfung des Rettungsplans angekündigt.
Dem angeschlagenen Carrier will die Regierung mit 190 Millionen Euro unter die Flügel greifen, doch der in Brüssel eingereichte Plan unterscheidet sich stark von jenem anderer Staaten. So will man Tarom Schulden erlassen und gleichzeitig Kapital einschießen. Da die Airline bereits vor der Krise wiederholt von Rumänien finanziell gestützt wurde, schaut man nun genauer hin. Obskur erscheint dabei aber der Vergleich mit Alitalia, denn Italien hat man in den letzten Jahren so ziemlich jede Staatshilfe durchgewunken.
Für Tarom dürfte sich aber als kompliziert erweisen, dass die Regierung im Feber 2020 rund 37 Millionen Euro in den Carrier einbezahlt hat. Damals gab es nach längerer Diskussion grünes Licht. Im Oktober 2020 gewährte man noch eine Bürgschaft für ein Darlehen über 19 Millionen Euro. Seitens einiger Mitbewerber wird gegen die von der EU-Kommission erteilten Bewilligungen vor dem Gericht der Europäischen Union geklagt.