Boeing 737 Max 9 (Foto: Steffen Lorenz).
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Amsterdam: Icelandair fliegt eigene Vorfeldarbeiter ein

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Die Fluggesellschaft Icelandair greift aufgrund des akuten Personalmangels, der am Amsterdam-Schiphol-Airport herrscht, zur Selbsthilfe: Man nimmt auf den Keflavik-Flügen eigene Mitarbeiter, die die das Ein- und Auslanden von Gepäckstücken übernehmen, mit.

Der größte Flughafen der Niederlande gilt nebst einigen anderen Airports als Chaos-Hotspot. Es mangelt in so ziemlich allen Bereichen an Personal. Die Regierung beschränkte zwischenzeitlich die Anzahl der Passagiere, die diesen Flughafen täglich nutzen dürfen. Dies brachte bislang allenfalls punktuelle Linderung, denn beispielsweise vor der Sicherheitskontrolle kommt es noch immer zu stundenlangen Wartezeiten.

Da sich Icelandair in Schiphol wiederholt Verspätungen „eingefangen“ hat, weil kein Bodenpersonal für das Ein- und Auslanden von Gepäck zur Verfügung stand, nimmt man nun auf vielen Flügen eigene Mitarbeiter mit. Auch soll das Kabinenpersonal im Bedarfsfall mitanpacken. Der isländische TV-Sender RUV berichtet, dass der Carrier mit dieser Maßnahme Verspätungen verhindern will.

Grundsätzlich sind Fluggesellschaften nicht verpflichtet Vorfelddienstleistungen von Flughäfen bzw. von Ground-Handling-Anbietern in Anspruch zu nehmen. Jeder Airline steht es frei sich selbst abzufertigen. In Europa ist die Eigenabfertigung mittlerweile eher selten geworden, jedoch in den USA durchaus häufig anzutreffen. Gelegentlich gibt es auf unserem Kontinent auch eine Kombination: Beispielsweise werden Check-in und Boarding („Passage“) an den Homebases von Netzwerkcarriern oftmals von eigenen Mitarbeitern erledigt während man auf der Rampe auf Dienstleistungen von Flughäfen bzw. Ground Handling Mitarbeitern zurückgreift. Ryanair hat an einigen Airports einen konzerneigenen Handlinganbieter.

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